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Bundesweiter Warntag Bedeutung der Sirenensignale:

Im Hinblick auf den kommenden bundesweiten „Warntag“ am 10. September wollen wir Ihnen die Bedeutung der Sirenensignale in Erinnerung rufen.
Erstmals seit der Wiedervereinigung der Bundesrepublik Deutschland und der ehemaligen DDR findet am 10. September 2020 zwischen 11:00 Uhr und 11:20 Uhr ein bundesweiter Probealarm mit anschließender Entwarnung statt. Hierzu werden alle vorhandenen Warnmöglichkeiten wie Radio, Fernsehen, soziale Medien, die Warn-App „NINA“, digitale Werbetafeln, aber auch die vorhandenen Sirenen genutzt. Geplant ist, dass dieser bundesweite Warntag jährlich, immer am zweiten Donnerstag im September, stattfinden soll.
Der Warntag soll die Wirkung haben, dass die Warnanlässe bekannter gemacht und die damit verbundenen Verhaltensregeln der Bevölkerung näher gebracht werden sollen. Wichtig ist, dass die Bevölkerung unabhängig von ihrem Aufenthaltsort in Deutschland bei entsprechender Gefahr durch gleiche Sirenensignale gewarnt und wieder „entwarnt“ wird und daher die Bedeutung der Sirenensignale kennt. Entsprechend gibt es bundesweit einheitliche Handlungsempfehlungen. Die Wichtigkeit und Aktualität zum Thema Alarmierung zeigt sich aktuell auch im Zusammenhang mit dem Coronavirus in diesem Jahr.
Anlässe für eine Warnung können vielfältiger Natur sein. So können beispielsweise ein Brand, das Auftreten von radioaktiver Strahlung, aber auch Stromausfälle oder die Warnung vor Naturgefahren wie Erdbeben oder Überschwemmungen Grund für eine Alarmierung sein.
Je nach Gemeinde findet eine Überprüfung der Sirenen wöchentlich oder monatlich an einem bestimmten Tag immer um die gleiche Uhrzeit statt. Oftmals erfolgt die Alarmierung der Feuerwehr „still“ über einen Meldeempfänger, den jeder Feuerwehrangehörige mit sich führt. Oftmals bekommen Sie als Mitbürger den Feuerwehreinsatz nur im Rahmen der Alarmfahrt mit, bei der normalerweise mit Blaulicht und Sondersignal (Martinshorn) zur Einsatzstelle ausgerückt wird.
Zurück zur Bedeutung zum Sirenenalarm und der Bedeutung der verschiedenen Sirenensignale:

Die Feuerwehr Riegelsberg im Wandel der Zeit

Immer Mittwochs wollen wir Ihnen gerne ein paar Einblicke geben auf Fotos aus unserem Foto Archiv.

Wir wollen Ihnen so, unsere Historie und die Veränderungen bei der Feuerwehr Riegelsberg, im Laufe der Zeit etwas erläutern.

Die Feuerwehr vor – und während des 2. Weltkrieges

Die Feuerwehren waren immer schon wichtiger Teil der örtlichen Infrastruktur und des Vereinslebens. Auch sie wurden, nach der Machtergreifung Hitlers, ab 1935 immer mehr organisatorisch auf Krieg vorbereitet. 1936 wurden letztendlich die bis dahin bestehenden Feuerwehr Vereine überall aufgelöst und zu einer Amtsfeuerwehr zusammengeführt. Die Feuerwehr wurde von nun an mit dem offiziellen Namen Feuerschutzpolizei bezeichnet. Die Fahrzeuge, die von der Regierung zugeteilt wurden, trugen Polizei Kennzeichen und waren meist auch in grün lackiert. In der Folge bedeutete dies für die Feuerwehren aus Riegelsberg und Walpershofen, organisatorisch betrachtet, gehörten sie nun zur Amtsfeuerwehr der Bürgermeisterei Sellerbach (Köllerbach).Antsbürgermeister Fritz Wüsten wurde der Chef der Feuerwehr und gleichzeitig auch Luftschutzleiter im Amt Sellerbach.

Die Amtsfeuerwehr wurde in die Löschzüge 1 und 2 Köllerbach, 3 Herchenbach, 4 Walpershofen sowie 5 und 6 Riegelsberg gegliedert. Amtswehrführer in dieser Zeit war bis zu seinem Tod 1937, Fritz Schahn (Köllerbach). In der Folge übernahm Georg Serf (Köllerbach) die Führung der Amtsfeuerwehr bis zum erreichen der Altersgrenze im selben Jahr. Auf Vorschlag des neuen Amtsbürgermeisters Dr. Ernst Christmann, wurde Bezirksschornsteinfegermeister Alois Neuhaus als Amtswehrführer ernannt. Ihm folgte dann 1944 Alois Klein (Riegelsberg).

1937 bekam Riegelsberg sein erstes Löschfahrzeug. Ein LF 8 von Magirus mit 800 Liter starker Pumpe. Das Fahrzeug wurde später im Krieg der Einsatzbereitschaft Saarbrücken mit 11 weiteren Fahrzeugen zugeteilt. Es wurde überregional in der Kriegzeit eingesetzt. 1943 ging dieses Fahrzeug dann nach Köllerbach, Riegelsberg erhielt von der Regierung ein größeres LF 15 ( mit 1500 Liter leistnder Pumpe) und Walpershofen einen Tragkraftspritzenanhänger samt Leistungsstarker Pumpe (800 Liter). Im gleichen Jahr wurde in Walpershofen auch eine Sirene installiert. In Köllerbach und Riegelsberg waren bereits Sirenen auf den Amtsgebäuden vorhanden.

Am 1. September 1939 begann dann schließlich der zweite Weltkrieg. Hitler erklärte Polen den Krieg und begann mit einem großen Angriff auf unser Osteuropäisches Nachbarland somit den 2. Weltkrieg. Auch etliche Riegelsberger und Walpershofer wurden noch am gleichen Tag zum Kriegsdienst in der Wehrmacht einberufen. Etliche folgten ihnen in den nächsten Wochen und Monaten. Darunter auch sehr viele Feuerwehrangehörige. Sehr viele sollten nie wieder zurück kehren.

Bereits Monate zuvor begannen auch in Riegelsberg und Walpershofen bereits die taktischen Vorbereitungen zum Krieg. Es wurden mehrere Personen, darunter auch Jugendliche teilweise sogar Kinder, als Luftschutzhelfer in den Ortsteilen ausgebildet. Weibliche Jugendliche wurden vornehmlich im Sanitätsdienst ausgebildet und etliche männliche Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren ( später sogar noch jünger) in der sogenannten HJ – Feuerwehr „rekrutiert“ . Man wollte hierbei sicherstellen, daß wenn der Krieg ausgebrochen ist und alle Erwachsenen Männer im Krieg auf den Schlachtfeldern kämpften, das im Ort sowohl der Luftschutz, Sanitätsdienst und auch der Brandschutz weiterhin sichergestellt waren. Im gesamten Köllertal wurden mehrere hundert Luftschutzhelfer und über 700, ausschließlich männliche, HJ- Feuerwehr Jugendliche ausgebildet. Etliche von ihnen wurden zum Ende des Krieges ebenfalls in die Wehrmacht einberufen.

Die Luftschutzübungen begannen bereits im Frühjahr 1939, meist auf den Schulhöfen der Schulhäuser. Bereits 5 jährige Kinder lernten dort den Umgang mit der sogenannten Volksgasmaske und den richtigen Einsatz mit Feuerpatsche und Sandeimer. Die Keller der Schulhäuser wurden als Schutzräume für Bombenangriffe ausgewiesen. Später entstanden in beiden Ortsteilen aber auch noch weitere Schutzräume oder Behelfsschutzräume in Kellern von größeren Gebäuden. Auf private Initiative der Bevölkerung, wurden auch etliche Schutzstollen extra gegraben und eingerichtet. Im weiteren Kriegsverlauf sind auch immer mehr Kellerräume in Wohnhäusern provisorisch zu Luftschutzräumen ausgebaut worden. In Walpershofen mussten die Luftschutzhelfer bis zum Bau der ersten Sirene (1943) auf dem Dach des Schulhauses in der Herchenbacher Straße, entweder mit Signalhorn oder mit Handsirene die Bevölkerung warnen. So wurde übrigens die Feuerwehr bis zur Sirenenalarmierung immer alarmiert. Die Feuerwehr hatte sogar mehrere eigene Hornisten in ihren Reihen, die mit ihrem Signalhörnern Alarm schlugen wenn die Feuerwehr gebraucht wurde. Für uns heute unvorstellbar.

Die HJ – Feuerwehr wurde an den Leitern und den Feuerspritzen ausgebildet. Die Jugendlichen wurden so bereits langsam auf Befehl und Gehorchen erzogen. Sie sicherten in den Kriegsjahren im Köllertal dann den Brandschutz. Später, als sie alt genug waren, wurden auch sie meist zum Kriegsdienst herangezogen.

Am 16.7.1944 gab es irrtümlich einen großen Bombenangriff auf den Stumpen und Walpershofen. Die Jagdbomber dachten, sie wären bereits über Saarbrücken und warfen knapp 200 Bomben auf den Stumpen und hauptsächlich über Walpershofen (am Fuße des Kurzenberg) ab. Drei Wohnhäuser in der Kirchstraße (heute Rotenbergstraße) und Kurzenbergstraße wurden hierbei erheblich durch Einschläge beschädigt. Wie durch ein Wunder wurde niemand getötet bei diesem Angriff. Drei Feuerwehrleute zogen sich aber Blessuren bei diesem Einsatz zu.

Für die Feuerwehr und insbesondere für die Jugendlichen keine einfachen Jahre. Etliche ihrer Freunde und Kameraden kamen im Krieg ums Leben. Nach dem Krieg musste sich die Feuerwehr erst einmal wieder neu organisieren.

Damals wie heute, arbeiten wir stets nach unserem Wahlspruch:

Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!

Die Feuerwehr Riegelsberg im Wandel der Zeit

Immer Mittwochs wollen wir Ihnen gerne ein paar Einblicke geben auf Fotos aus unserem Foto Archiv.

Wir wollen Ihnen so, unsere Historie und die Veränderungen bei der Feuerwehr Riegelsberg, im Laufe der Zeit etwas erläutern.

In den langen Chroniken der Freiwilligen Feuerwehren aus Riegelsberg und Walpershofen finden sich viele, teilweise Spektakuläre Unfälle mit LKW’s, zu denen die Feuerwehr ausrücken musste. Heute in unserem Beitrag erinnern wir an einige Ereignisse, von denen auch Bildmaterial vorhanden ist.

Am 26.6.1956 verunfallte auf der Köllerbachbrücke in Walpershofen auf glatter Straße ein LKW. Er kam von der Straße ab, durchbrach das Brückengeländer und das Fahrzeug landete anschließend in der Köllerbach. Die herbeigerufene Feuerwehr konnte den Fahrer leider nur noch Tod aus seiner Fahrerkabine Bergen. Ein schwerer Einsatz für die Feuerwehr, leider mit dramatischem Ende.

Am 17.7.1969 verunfallte ein Tanklastwagen, voll beladen mit Kerosin, der US Streitkräfte in Riegelsberg. Das Fahrzeug verunfallte auf der Saarbrücker Straße, krachte in das Verwaltungsgebäude der Brauerei Gross, stürzte um und das Kerosin aus den Tankkammern lief aus. Hier kann man aufgrund des massiven Auslaufens des Kerosins, von einem riesen Glück im Unglück sprechen. Das es nicht zu einer Explosion kam, ist dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr zu verdanken. Großflächig wurde die Unfallstelle eingeschäumt und so eine Explosion im Ortszentrum von Riegelsberg verhindert. Teilweise mussten auf der Anfahrt befindliche Fahrzeuge, durch das den Berg bereits herunterlaufende Kerosin fahren. Die Presse titelte in Erinnerung an diesen Unfall Jahrzehnte später: “ Riegelsberg entging nur knapp einer Katastrophe.“

Am 26.6.1978, stürzte in Walpershofen auf der L 136 ( Heusweiler Straße), in einer scharfen Kurve, ein mit Heizöl beladener Tankwagen um. Es trat Heizöl in großen Mengen aus. Teilweise gelangte das Öl auch über die Kanalisation in die Köllerbach. Die Feuerwehr verhinderte ein weiteres Austreten, in dem das Öl aufgefangen und anschließend in einen leeren Tankwagen umgepumpt wurde. Auf der Köllerbach mussten mehrere Ölsperren ausgelegt werden. Der Fahrer des LKW wurde verletzt in eine Klinik eingeliefert.

03.01.2000 Umgestürtzter LKW auf der A1 bei Riegelsberg. Mitten in der Nacht verunfallte ein mit Fleischwaren beladener LKW, auf gerader Strecke der Autobahn. Der LKW kam von der Straße ab, durchbrach mehrere Meter Leitplanken sowie ein riesiges Schild und stürzte anschließend die Brücke ( die über die Abfahrt Riegelsberg Süd führt) herab. Die Feuerwehr befreite den schwerst verletzten Fahrer aus seiner Kabine. Anschließend wurde der komplette Anhänger ausgeräumt und das Fahrzeug mit zwei Autokränen Spektakulär geborgen.

Damals wie heute, arbeiten wir stets nach unserem Wahlspruch:

Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!

Die Feuerwehr Riegelsberg im Wandel der Zeit

Ab heute werden wir jeden Mittwoch Abend ein paar Fotos aus unserem Foto Archiv hochladen.

Wir wollen Ihnen so unsere Historie und die Veränderungen bei der Feuerwehr Riegelsberg etwas erläutern.

Den Anfang machen wir heute, mit Fotos von unserer Mannschaft im Jahr 1973.

Die Feuerwehr Riegelsberg feierte 1973 ihr 75 jähriges bestehen. Erich Groß war zu dieser Zeit amtierender Amtswehrführer. Die Feuerwehr Riegelsberg, hatte damals noch die Bezeichnung, Freiwillige Feuerwehr Amt Riegelsberg. Die damalige Amtsfeuerwehr, war in die Löschzüge Riegelsberg, Walpershofen und Von der Heydt gegliedert.

Nach der Gebiets- und Verwaltungsreform 1974 lautete der Name schließlich, Freiwillige Feuerwehr Gemeinde Riegelsberg. Aus den drei Löschzügen wurden zwei Löschbezirke. Löschbezirk 1 Riegelsberg und 2 Walpershofen. Der Löschzug Von der Heydt, wurde aufgelöst und der Ortsteil Von der Heydt, gehörte künftig auch der Landeshauptstadt Saarbrücken an. Der neue Bürgermeister der Gemeinde Riegelsberg, Herr Walter Wagner, ernannte dann 1974 die neu gewählten Löschbezirksführungen und die Wehrführung der Feuerwehr Riegelsberg.

Im Löschbezirk Riegelsberg wurde Wilhelm Nalbach zum Löschbezirksführer ernannt und Herrmann Lehberger zum Stellvertreter.

In Walpershofen wurde Manfred Altpeter zum Löschbezirksführer ernannt und Friedrich Jacquard zum Stellvertreter.

Wehrführer wurde der wiedergewählte Erich Groß, sein Stellvertreter wurde Manfred Altmeyer.

Damals wie heute, stets nach unserem Wahlspruch:

Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!

Nachruf Bürgermeister a.D., Dr. Norbert Holzer

Der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Riegelsberg und „Chef der Wehr“, Dr. Norbert Holzer, verstarb am gestrigen Mittwoch im Alter von 71 Jahren, kurz vor seinem 72. Geburtstag, in einem Krankenhaus in Saarlouis.

Dr. Holzer hat in seiner 10 jährigen Amtszeit (1981-1991) die Freiwillige Feuerwehr Riegelsberg nachhaltig geprägt. Nach seiner Amtszeit blieb er der Feuerwehr stets verbunden. Die gesamte Freiwillige Feuerwehr Riegelsberg ist zutiefst erschüttert über seinen plötzlichen Tod. Wir wünschen seiner Familie und seinen Angehörigen viel Kraft diesen schweren Verlust zu verkraften.

Für die Freiwillige Feuerwehr Riegelsberg, Volker Klein, Wehrführer.

Riegelsberger Wehr demonstrierte Leistungsfähigkeit bei Jahreshauptübung

Ehrungen und Beförderungen ausgesprochen

Riegelsberg. (sk) Am letzen Samstag (14.09.2019) fand die Jahreshauptübung der Riegelsberger Wehr statt. Nach dem Antreten aller beteiligten Kräfte am Bauhof Riegelsberg und der Meldung durch Wehrführer Volker Klein an Bürgermeister Klaus Häusle sowie an den THW-Fachberater im Stab HVB Regionalverband Bernd Hussong und Thomas Quint, Vorsitzender des Feuerwehrverbandes im Regionalverband, begann kurz nach 15 Uhr die Übung mit dem Ertönen der Sirene.

Im Fokus der diesjährigen Hauptübung stand die Menschenrettung über die Drehleiter und mehrerer Steckleitern.

Als Szenario war folgendes geplant:

In einem leerstehenden Laden im Keller des Wohn- und Geschäftshauses in der Marienstraße 1-3 finden Renovierungsarbeiten durch verschiedene Firmen statt. Während zwei Arbeiter einer Elektrofirma ihre Mittagspause unter freiem Himmel genießen, entzündet sich ein Provisorium in der Stromzuführung in einer Unterverteilung. Durch eingelagerte Materialien in dem Laden, die eine hohe Brandlast aufweisen, entzündet sich diese rasend schnell.

Die Arbeiter entdecken das Feuer im hinteren Bereich des Ladens erst, als der Qualm aus der Ladentür dringt. Ein Arbeiter geht in den Laden und versucht das Feuer zu löschen. Der andere Arbeiter setzt den Notruf ab, jedoch informiert er nicht die Anwohner und Geschäfte über den Brand in dem Gebäude.

Zeitgleich finden Wartungsarbeiten an einem Schacht im Bereich des Parkplatzes hinter dem Haus statt. Ein Arbeiter sieht den dichten Rauch aus dem Gebäude aufsteigen und will seinen Arbeitskollegen darauf aufmerksam machen. Dabei stürzt er in den geöffneten Schacht und verletzt sich dabei.

Als die Hilfsorganisationen eintreffen, haben einige Bewohner bereits den Brand im Gebäude bemerkt und machen sich an ihren Fenstern und Balkonen über Hilferufe bemerkbar.

Die Kräfte der Riegelsberger Wehr übernehmen die Menschenrettung über Steckleiter und die Drehleiter. Des Weiteren wurden ein Innenangriff sowie die Vermisstensuche mit mehreren Trupps unter schwerem Atemschutz durchgeführt. Der Löschbezirk Walpershofen stellte die Wasserversorgung zum Riegelsberger Hilfeleistungslöschfahrzeug her und stellte noch einen Atemschutz-Sicherungstrupp für etwaige Zwischenfälle bereit. Auch eine Entrauchung des Gebäudes mit Überdrucklüftern wurde demonstriert.

Mit einem speziellen Lastausleger führte der Ortsverband des THW Riegelsberg unter der Leitung von Zugführer Bernd Zimmer an der Gebäuderückseite eine Personenrettung aus einem Schacht durch. Die Verletzten wurden durch Mitglieder vom Ortsverein des Roten Kreuzes Riegelsberg-Walpershofen medizinisch erstversorgt sowie weiter fachlich betreut.

Zahlreiche Zuschauer informierten sich bei der diesjährigen Jahreshauptübung über den Leistungsstand aller beteiligten Hilfsorganisationen.

Bei der Nachbesprechung in der Köllertalhalle in Walpershofen im Anschluss an die Übung bedankte sich Bürgermeister und Chef der Wehr, Klaus Häusle, bei allen anwesenden Helfern für ihr Engagement in ihren Organisationen und stellte klar: „Auf unsere Wehr und die Hilfsorganistionen in der Gemeinde ist jederzeit Verlass“. Auch dankte er der Hausverwaltung Altmeier sowie der Firma Dallinger, die das Objekt für die Übung zur Verfügung stellten.
Auch Kreisbrandmeister Christian Ziegler konnte in Vertretung für Brandinspekteur Tony Bender der Wehr ein gutes Zeugnis ausstellen: „Die Riegelsberger Wehr hat bei der heutigen Übung gezeigt, dass sie ihr Handwerk versteht und ihre Aufgaben erfüllt!“
Im Anschluss an die Übung wurden zudem auch Wehrkameradengeehrt und befördert.

Beförderungen und Ehrungen

Vom Anwärter zum Feuerwehrmann wurden Paul Fischer und Sascha Hippen (beide LB 1) befördert.

Oberfeuerwehrmann dürfen sich nun Nikolas Arnold (LB 1) und Marvin Frey (LB 2) nennen.

Als Hauptfeuerwehrmann darf sich nun Benjamin Schmidt (LB 2) freuen.

Zum Brandmeister wurde der neue stellvertretende Löschbezirksführer von Riegelsberg, Björn Erdmann befördert.

Durch den Kreisbrandmeister im Regionalverband Saarbrücken, Herrn Christian Ziegler, wurde der Löschmeister Thomas Becker (LB 1) für 25-jährige Mitgliedschaft in der Wehr mit dem bronzenen Feuerwehrehrenkreuz sowie Hauptfeuerwehrmann Oliver Mayer (LB 1) mit dem goldenen Feuerwehrehrenkreuz in Gold für 35-jährige Wehrzugehörigkeit ausgezeichnet.

Eine besondere Ehrung wurde Karlheinz Schmidt und Werner Hund durch den Saarländischen Landesfeuerwehrverband zu teil, sie wurden für 50-jährige Wehrzugehörigkeit durch den Vorsitzenden des Regionalfeuerwehrverbandes Herrn Thomas Quint ausgezeichnet.

Musikalisch umrahmt wurde die Nachbesprechung vom Jugendorchester des Blasorchesters Riegelsberg unter der Leitung von Jugend-Dirigentin Viktoria Frank.

Text: Sascha Kausch

Fotos: Sascha Kausch (FFR) / Hans-Peter Frühauf (Presseabteilung FW im RV SB)

Kameradschaftsfahrt nach Mainz

Am Samstag, 31.08 machten sich einige Wehrfrauen und Wehrmänner, auf den Weg nach Mainz. Unterwegs nahmen Sie ein saarländisches Bergmannsfrühstück ein.
In dieser sehenswerten Stadt besuchten Sie zusammen den Mainzer Wochenmarkt, sowie das beliebte Mainzer Marktfrühstück. Hier verwöhnte man sich mit regionalen Leckereien.

Auch kulturell wurde von einigen der Mainzer Dom besichtigt.
Danach ging es zum Mainz Strand. Eine besonders schöne Location direkt am Rheinufer mit einem richtigen Beachfeeling. Dort betätigten sich einige bei Sonnenschein und 33 Grad beim Beachvolleyball.

Um 14.00 Uhr stand nun auch Fachliches im Vordergrund, dies war die Besichtigung der BF Mainz – Wache 2. Hier konnte sich unsere Wehr einen Überblick über den Alltagsablauf der Berufsfeuerwehrleute, sowie einen Einblick in versch. Abteilungen machen. Unter anderem bekamen Sie zu sehen: Schlauchwerkstatt, Schreinerei, Feuerlöscher Werkstatt, Taucherlager, Kleiderkammer, Schulungsräume, Lager, Planspielraum Sonderfahrzeughalle, sowie den kompletten Fuhrpark. In der 2 Stündigen Führung wurden Sie von 2 Männern der Wachmannschaft begleitet und informiert.

Danach machten Sie sich wieder auf den Heimweg. Angekommen in der Riegelsberger Feuerwache ließen Sie den Tag bei einem Pizzaessen gemeinschaftlich Ausklingen.

50 Jahre im Dienst der Allgemeinheit

Am Freitag den 26.07.2019, konnte Oberbrandmeister Karlheinz Schmidt, 50 Jahre Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Riegelsberg feiern. Nach dem Übungsdienst, wurde er von den Angehörigen des Löschbezirk Riegelsberg überrascht und man überreichte ihm ein Präsent zu diesem freudigen Ereignis. Löschbezirksführer Tobias Lana, dankte Schmidt für sein unermüdliches Engagement in der Feuerwehr und überreichte zusammen mit Jens Hassel stellvertretend für die gesamte Mannschaft das Präsent. Ein sichtlich gerührter Karlheinz Schmidt bedankte sich bei allen Anwesenden und war doch etwas sprachlos für diese große Wertschätzung.

Karlheinz Schmidt trat am 26.7.1969 als Jugendlicher in die Jugendfeuerwehr Riegelsberg ein. Er begleitete in seiner Feuerwehrlaufbahn die Ämter als Kassenführer, „Küchenchef“, Fahrzeugwart und ist bis heute noch als Gerätewart tätig im Löschbezirk Riegelsberg. Auch wenn es darum ging Verantwortung für den Löschbezirk zu übernehmen, war Schmidt ebenfalls Jahre lang als Löschbezirksführer und stellv. Löschbezirksführer tätig. Im Laufe der Jahre wurden ihm mehrere Ehrungen zuteil. Unter anderem wurde er, mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz in Silber und dem Saarländischen Feuerwehr Ehrenzeichen in Gold gewürdigt. 

Eine Feuerwehr Riegelsberg ohne Karlheinz Schmidt ist nur sehr schwer vorstellbar. Die ganze Feuerwehr Riegelsberg ist stolz auf ihren „Kalle“ , wie er auch liebevoll genannt wird und hofft das er noch lange seiner Feuerwehr Riegelsberg zur Verfügung steht. Die Löschbezirke wünschen ihm weiterhin viel Erfolg und vor allem ganz viel Gesundheit in seiner weiteren Feuerwehrzeit! 

Feuerwehr zum Anfassen für zwei Kids aus Thailand

„Feuerwehr zum Anfassen“, so heißt das Programm des Löschbezirk Walpershofen, das bereits seit 2012 erfolgreich durchgeführt wird.

Neben Kindergeburtstagen, persönlichen Führungen durch die Feuerwache und ähnlichem, präsentiert sich der Löschbezirk Walpershofen über das Jahr hinweg, zu verschiedenen Anlässen. Belohnt wurde der Löschbezirk 2014 für sein Engagement, mit der Auszeichnung des Saarländischen Feuerwehrawards.

Kürzlich machten Nora 6 Jahre und Henrik 3 Jahre gebrauch von dem Angebot. Nora und Henrik waren zu Besuch bei ihren Großeltern Rita und Wolfgang Heß in Walpershofen und wollten gerne mal ein richtiges Feuerwehrauto sich ansehen. Nora und Henrik, wohnen zur Zeit mit ihren Eltern Andrea und Mario Hofmann, in Hua Hin in Thailand. Andrea Hofmann (geb. Heß aus Walpershofen), lernte ihren Mann Mario ( aus Fürth), während ihrer Ausbildung im Adlon Berlin kennen. Die Hochzeit fand 2012 in der lutherischen Kirche in Walpershofen statt. Von da an, ging es für beide, über Kitzbühl, Bangkok und Kuala Lumpur, nach Hua Hin in Thailand, wo ihr Mann heute als Küchendirektor in einem großen Hotel tätig ist.

Gerne wollte der Löschbezirk Walpershofen dem Wunsch der Kinder nachkommen. So fuhren zwei Kameraden kurzerhand mit dem HLF ( Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug) in die Rotenbergstrasse und machten zwei strahlende Kinder glücklich. Erst wurde das Fahrzeug natürlich von innen bestaunt. Es folgten die vielen Gerätschaften der einzelnen Geräteräume, bis es dann natürlich zum obligatorischen – „Wasser Marsch!“ – Befehl kam und der Vorgarten und das Haus von Oma Rita und Opa Wolfgang erfolgreich gelöscht wurde.

Wieder einmal eine gelungene Aktion im Rahmen von „Feuerwehr zum Anfassen“ , dieses Mal, wahrscheinlich mit der weitesten Anreise der Kinder.