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Feuerwehrhandwerk bei der Feuerwehr Riegelsberg

„Ehrenamtliche Feuerwehrleute sind die zuverlässigsten und am vertrauenswürdigsten Diener am öffentlichen Wohl. Ich habe sie erlebt als echte Staatsdiener“
Dieses Zitat von Helmut Schmidt der im November 2015 verstorben ist sagt sehr viel über unsere Arbeit als Feuerwehr aus.

Die Feuerwehr Riegelsberg ist, genauso wie fast alle Feuerwehren im Saarland, ehrenamtlich für die Bevölkerung tätig. Oft auch unter extremen Bedingungen.
Zuverlässig sind die knapp 80 Einsatzkräfte aus den beiden Löschbezirken Riegelsberg und Walpershofen für die Riegelsberger Bürgerinnen und Bürger Tag und Nacht einsatzbereit.

Damit diese Einsatzbereitschaft und Präsenz der Feuerwehr Riegelsberg auch weiter auf einem hohen Niveau gehalten werden kann, ist es von Zeit zu Zeit nötig, auch einmal gezielt über den Tellerrand der einschlägigen Feuerwehrdienstvorschriften zu schauen. Dies hat die Feuerwehr Riegelsberg in diesem Jahr getan und sich hierfür die Firma „Feuerwehrhandwerk“ aus Wallenhorst ins Gerätehaus geholt. Mit einer Kombination aus den Seminaren „Suchen & Retten“ und „1. Rohr vor!“ kamen die Ausbilder Christoph Valentin, Thomas Philipp und Matthias Krüger, allesamt erfahrene Ausbilder, teilweise auch im Hauptberuf Feuerwehrleute bei Berufsfeuerwehren im Bundesgebiet, zur theoretischen und praktischen Ausbildung nach Riegelsberg.
In sehr kurzweiligen Theorieeinheiten, gespickt mit anschaulichen Folien und Videos, wurden bestehende und eingefahrene Vorgehensweisen im Feuerwehreinsatz bewusst hinterfragt und moderne Neuerungen vorgestellt, die einen ganz anderen Blickwinkel aufgezeigt haben.

Die 20 Feuerwehrangehörigen aus den beiden Löschbezirken Riegelsberg und Walpershofen waren voll im Bann der Ausbilder. Bereits zu Beginn wiesen die Ausbilder darauf hin, dass nicht jede Idee und Modernisierung auf jede Feuerwehr transportiert werden kann. Aber gerade dieses Querdenken soll dazu führen, sein eigenes Handeln auch nach vielen Jahren Erfahrung selbstkritisch zu reflektieren. Dies ist eben genau ein Ziel der Ausbildung, die Teilnehmer des Seminars zum selbstständigen Denken zu animieren und somit eine sichere und effektive Vorgehensweise für den jeweiligen Einsatz zu finden.

Am Zweiten Lehrgangstag folgte dann der praktische Teil des Seminars mit Übungen zum richtigen Umgang mit dem Strahlrohr und verschiedene Löschverfahren, sowie zum Schlauchhandling und Schlauchmanagement bei Brandeinsätzen. Da die Feuerwehr Riegelsberg auch über 2 Wärmebildkameras verfügt, wurde auch der praktische Einsatz der Wärmebildkamera bei der Brandbekämpfung trainiert. Geübt wurde an diesem Samstag am Freibad Riegelsberg, dass nach dem Ende der Freibadsaison der Feuerwehr im Ganzen zur Verfügung stand.
Ein besondere Highlight für die Wehrleute war sicherlich die Rettung einer bewusstlosen Person über die Steck- oder Schiebeleiter. Das Zweitages-Seminar bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wieder ein ganzes Arsenal an neuen Techniken für ihren Werkzeugkasten, mit denen eine Vielzahl von Aufgabenstellungen vom Zimmer- oder Wohnungsbrand im Einsatzfall bewältigt werden kann und das auch half, in heißen Situationen einen kalten Kopf zu bewahren.

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Spektakuläre Übung im Gewerbepark Russenweg

Am Freitag den 20.05.2016 fand im Rahmen des wöchentlichen Dienstes, der Löschbezirke Riegelsberg und Walpershofen, ein nicht gerade alltägliches Übungs- bzw. Einsatzszenario statt.

Auf dem Gelände des Gewerbepark Russenweg, kam es zu einem Unfall an dem ein PKW und ein Bus beteiligt waren. Der Pkw, lag im vorderen Bereich, teilweise unter dem auf die Seite gestürzten Bus. So stellte sich das aufgebaute Übungsszenario den Teilnehmern dar. Jens Funk Eigentümer des ehemaligen Betonsteinwerk, jetziger Gewerbepark Russenweg, stellte wiederum sein Firmengelände für die Übung der Feuerwehr zur Verfügung. Der „verunfallte“ Bus stellte Herr Kilka von der Firma Dellweg zur Verfügung.

Übungsleiter Florian Weber vom Löschbezirk Riegelsberg, war für die Organisation der Übung verantwortlich. “ Ziel der Übung soll vorrangig die patientenorientierte Rettung der verletzten Personen und die Übung unterschiedlicher Schnitt- und Öffnungstechniken, sowie das Sichern der verunfallten Fahrzeuge sein“; so Weber über das Übungsziel, der doch außergewöhnlichen gemeinsamen Übung.“ Insgesamt müssen 3 Personen aus dem Bus und PKW gerettet werden“ ;so Weber weiter.

Nach einer kurzen Einweisung in die Unfallverhütungsvorschriften und das Übungsgeschehen konnte die eigentliche Übung beginnen. Bewusst sollte hierbei der Fokus nicht auf der Schnelligkeit liegen, sondern auf den unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten der Rettungsgeräte. So wurde auch in den beiden Übungsabschnitten, Bus und PKW die unterschiedlichsten Geräte und Öffnungstechniken geübt. Der Wehrführer Volker Klein und der stellvertretende Wehrführer Christian Ruloff verfolgten die Übung als stille Beobachter.

Im Übungsabschnitt Bus, wurde zunächst der Bus gesichert, bevor mit hydraulischem Rettungsgerät, mit der Personenrettung der zwei verletzten Personen, in diesem Übungsabschnitt begonnen wurde. Nach der Rettung der Personen, kam in diesem Übungsabschnitt auch die Rettungsplattform zum Einsatz, wo das Arbeiten in der Höhe mit Hydr. Rettungsgerät und Trennschleifer geübt wurde.

Im Übungsabschnitt PKW, bei dem es galt den eingeklemmten Fahrer, aus diesem zu befreien, wurde ebenfalls zunächst das Fahrzeug umfangreich gesichert. Danach wurde mit Hydr. Rettungsgerät ( Schere und Spreizer ) begonnen das Dach und die Türe zu entfernen und schließlich den Fahrer zu befreien. Später wurde in diesem Übungsabschnitt noch eine Säbelsäge und eine Rettungssäge am PKW bzw. Bus eingesetzt.

Während der Übung, wurden die beiden Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge (HLF ) der Löschbezirke Riegelsberg und Walpershofen, sowie die beiden Gerätewagen der beiden Löschbezirke eingesetzt.
Nach der Übung, gab es für die rund 30 Teilnehmer der Übung, noch Schwenker, Würstchen und Getränke, ebenfalls zur Verfügung gestellt von Jens Funk. Die Feuerwehr Riegelsberg bedankt sich wiederum ganz herzlich bei Herr Funk und Herr Kilka für die Realisierung der Übung.

von Pascal Altmayer

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Bilder folgen

Feuerwehrgrundlehrgang erfolgreich abgeschlossen

Neue Truppmänner für die Wehr

Riegelsberg / Püttlingen. Bereits im vergangenen Jahr schlossen 15 Feuerwehrangehörige der Feuerwehr Püttlingen und Riegelsberg den ersten Teil ihrer Feuerwehrgrundausbildung, den sogenannten Truppmann-Lehrgang Teil 1 ab. Mitte Januar begann für diese Feuerwehrangehörigen der zweite Teil des Truppmann-Lehrgangs, um die Feuerwehrgrundausbildung abzuschließen. Auch dieser Lehrgang wurde gemeindeübergreifend im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit mit der Riegelsberger Feuerwehr durchgeführt. In 80 Ausbildungsstunden wurde das im ersten Teil erlernte Wissen vertieft und erweitert. So standen in der praktischen Ausbildung Themen wie Löscheinsatz, Wasserförderung, Technische Hilfe einschließlich Rettung sowie im theoretischen Teil Themen wie Rechtsgrundlagen, Sonderfahrzeuge und physische und psychische Belastung im Einsatz auf dem Lehrplan. Die Ausbildung fand sowohl bei der Feuerwehr Riegelsberg als auch in Püttlingen statt. Wie bei jedem Lehrgang mussten am Ende alle Teilnehmer noch eine Lernerfolgskontrolle absolvieren. 13 Teilnehmer nahmen erfolgreich an dem Lehrgang teil und konnten vom stellvertretenden Wehrführer der Gemeinde Riegelsberg, Christian Ruloff, die Lehrgangsbescheinigung entgegennehmen. „Hiermit ist die Feuerwehr-Grundausbildung abgeschlossen und ihr könnt nun als vollwertige Einsatzkräfte eingesetzt werden.“, so Ruloff. Die Absolventen haben nun die Möglichkeit, weitere Lehrgänge wie beispielsweise den Funk-, Atemschutzgeräteträger-, Maschinisten- oder Truppführer-Lehrgang zu besuchen. Ein Dankeschön ging auch an alle an der Ausbildung Beteiligten, denn ohne deren Engagement wären solche Lehrgänge überhaupt nicht erst möglich.

Text und Foto: Torsten Folz (Presseabteilung Freiw. Feuerwehr Püttlingen)

Die neuen Truppmänner der Püttlinger und Riegelsberger Wehr mit ihren Ausbildern.

 

 

 

 

Erste Ausbildungsstufe bei Feuerwehr gemeistert – neue Truppmänner in Püttlingen und Riegelsberg

Ende Oktober begann für 11 Feuerwehrangehörige der erste Teil ihrer Feuerwehr -Grundausbildung, der sogenannte Truppmann-Lehrgang Teil 1. Da sowohl bei der Feuerwehr Püttlingen als auch bei der Feuerwehr Riegelsberg nicht genügend Teilnehmer zur Verfügung standen, um in den jeweiligen Feuerwehren einen Lehrgang anzubieten, entschloss man sich, im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit einen gemeindeübergreifenden Lehrgang durchzuführen. In insgesamt 70 Ausbildungsstunden wurden den Lehrgangsteilnehmern neben den theoretischen Grundlagen auch praktische Ausbildungsinhalte vermittelt. So standen zum Beispiel Rechtsgrundlagen, Fahrzeug- und Gerätekunde, Brennen und Löschen, Löscheinsatz, Technische Hilfeleistung sowie ein Erste-Hilfe-Kurs auf dem Ausbildungsplan.

Die Ausbildungsveranstaltungen fanden abwechselnd bei der Feuerwehr Riegelsberg und Püttlingen statt. Am Ende des Lehrgangs stand für alle Teilnehmer noch eine Lernerfolgskontrolle an. Alle 11 Teilnehmer schlossen diesen Lehrgang erfolgreich ab. Zum Abschluss erhielten alle Teilnehmer aus den Händen von Püttlingens Wehrführer Thomas Prinz ihre Lehrgangsbescheinigung. „Der erste Schritt zum Abschluss der Grundausbildung ist nun geschafft“, so Prinz. Er hofft, dass alle weiterhin mit dem gleichen Engagement bei der Sache bleiben und im nächsten Jahr auch den zweiten Teil erfolgreich absolvieren, um somit die Grundausbildung abzuschließen. Ein Dank ging auch an alle Ausbilder, die sich neben dem „normalen“ Übungs- und Einsatzdienst zusätzlich noch um die Ausbildung der Nachwuchskräfte kümmern.

Text und Foto: Torsten Folz (Presseabteilung Freiw. Feuerwehr Püttlingen)

Die neuen Truppmänner der Riegelsberger und Püttlinger Wehr mit Wehrführer Thomas Prinz (links) und einem Teil der Ausbilder.

Alarmübung am Rohbau des Seniorenzentrums „Am Stumpen“ in Riegelsberg

Bereits am vorletzten Montag (27.10.2014) wurden die Löschbezirke Riegelsberg und Walpershofen gegen 18:51 Uhr über Sirene und Meldeempfänger an die Baustelle des neuen Seniorenzentrums am Stumpen in der Ziegelhütter Straße gerufen. Laut Meldung solle es sich dort um einen Brand mit vermissten Personen handeln.

Beim Eintreffen der Feuerwehr war die Ziegelhütter Straße in dichten Rauch gehüllt und ein aufgeregter Passant machte sich direkt bemerkbar. Er teilte dem Gruppenführer des Hilfleleistungslöschfahrzeuges mit, dass drei Personen im Bereich der Baustelle vermisst seien. Nach einer ersten Lageerkundung und der Positionierung der Feuerwehrfahrzeuge war dann auch allen Beteiligten schnell klar, dass es sich an diesem Abend um eine Alarmübung handelte. Während die Feuerwehrmänner- und frauen aus beiden Löschbezirken Schläuche auslegten und mehrere Trupps sich mit Atemschutzgeräten ausrüsteten, konnte Wehrführer Volker Klein als Übungsbeobachter die bereits eingeleiteten Maßnahmen der Einheitenführer begutachten. Neben dem Brandinspekteur im Regionalverband, Tony Bender, wohnten auch Kreisbrandmeister Christian Ziegler aus Heusweiler sowie der stellvertretende Wehrführer der Riegelsberger Wehr, Christian Ruloff der Übung am Seniorenzentrum bei. Auch Anwohner verfolgten interessiert die Übung der Wehrkräfte.

Bei dieser Alarmübung stand die Personensuche innerhalb des weitläufigen Gebäudes mit speziellen Suchtechniken und das Üben bei Dunkelheit im Vordergrund, so Wehrführer Volker Klein.

Über den Rettungskorb der Drehleiter wurde der Bauleiter vom Dach des Rohbaus gerettet – ihm war durch die starke Rauchentwicklung der Fluchtweg durch das Treppenhaus versperrt gewesen. Die zwei weiteren vermissten Personen im Keller und Obergeschosses wurden gefunden und durch Atemschutztrupps ins Freie gebracht. Auch der Brand im Inneren des Gebäudes war zwischenzeitlich lokalisiert und gelöscht.

Nach einer Stunde war die Übung dann beendet. Bei der anschließenden Nachbesprechung wurden durch Brandinspekteur Tony Bender kleinere Kritikpunkte aufgeführt und besprochen. Wehrführer Klein informierte zudem, dass vor der Eröffnung im Sommer 2015 eine Begehung des Gebäudes durch die Wehr stattfindet, um sich mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut zu machen. Des Weiteren wird auch noch eine Übung mit dem Pflegepersonal durchgeführt.

Medien:

Artikel Saarbücker Zeitung vom 5. November 2014

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Fotos: Feuerwehr / Kausch

 

 

 

Löschbezirke Walpershofen und Herchenbach übten gemeinsam

Die Löschbezirke Walpershofen und Herchenbach übten in der Vergangenheit bereits öfters zusammen. So fand am Samstag, den 28. Juni 2014 auf dem Übungsgelände der Landesfeuerwehrschule in Saarbrücken eine weitere gemeinsame Übung statt. Vor dem Übungsbeginn wurde kurz auf die Unfallverhütungsvorschriften und das Anlegen der persönlichen Schutzausrüstung eingegangen, ebenso erfolgte eine Einweisung auf dem Übungsgelände.

Danach wurde die Mannschaft aufgeteilt und es ging zu den verschiedenen Ausbildungsstationen. In der ersten Station wurde das Thema „Erdung Saarbahn“ vermittelt. Bevor es zur praktischen Anwendung auf der nachgebildeten Gleisstrecke  ging, wurden nochmals theoretische Grundlagen wiederholt. Danach wurde mit der praktischen Übung begonnen. Zuerst wurde geprüft, ob die Oberleitung noch unter Spannung steht. Nachdem klar war, dass die Oberleitung spannungslos war, konnte die Erdung der Oberleitung mittels Erdungsstangen durchgeführt werden.

Nachdem die Geräte wieder zurückgebaut waren, wurde eine kurze Mittagspause mit Lyoner, Rohessern, Frikadellen und Weck eingelegt.

Nach der Pause wurden die Gruppen getauscht und es ging zur zweiten Ausbildungsstation. Hier stand das Thema Absturzsicherung auf dem Ausbildungsplan. Auch hier wurden zuerst wieder die theoretischen Grundlagen aufgefrischt. So wurden z. B. die bei der Absturzsicherung notwendigen Knoten und Stiche wiederholt und geübt. Danach konnten die Übungsteilnehmer das zuvor in der Theorie Erlernte in die Praxis umsetzen.

Die dritte und letzte Ausbildungsstation wurde am Trümmerhaus durchgeführt. Hier wurde ein Brand im 1. Obergeschoss simuliert. Zuerst traf das Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser des Löschbezirks Herchenbach an der Einsatzstelle ein. Der Angriffstrupp hatte sich bereits auf der Anfahrt mit Atemschutz ausgerüstet und konnte so direkt mit einem C-Rohr zur Menschenrettung ins 1. Obergeschoss vorgehen. Dort wurde direkt mit der Personensuche begonnen. Das nachrückende Hilfeleistungslöschfahrzeug des Löschbezirks Walpershofen stellte den Sicherungstrupp. Außerdem wurde die Wasserversorgung hergestellt und die Anleiterbereitschaft mittels einer Steckleiter hergestellt. Doch plötzlich kam über Funk das Notsignal „Mayday, Mayday, Mayday“ des Angriffstrupps. Dem Truppführer wurde plötzlich schlecht und er konnte sich nicht mehr selbst ins Freie bringen. Der Sicherungstrupp machte sich sofort auf den Weg ins 1. Obergeschoss, um den „verunglückten“ Feuerwehrangehörigen zu retten. Nachdem der Feuerwehrangehörige ins Freie gebracht war, wurde er dem bereitstehenden Rettungsdienst übergeben. Danach war auch diese Übung beendet.

Nachdem auch die benutzten Atemschutzgeräte und das weiter eingesetzte Material verladen waren, ging es wieder zurück in die Gerätehäuser.

Auch diese gemeinsame Übung hat wieder dazu beigetragen, die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit und Kameradschaft weiter zu verbessern und zu vertiefen.

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Text: Torsten Folz / LB Herchenbach

Fotos: LB Walpershofen

Feuerwehren im Regionalverband übten gemeinsam

Team von Drehleiter.info wieder in Riegelsberg unterwegs

Auch in diesem Jahr fand wieder eine Drehleiterausbildung mit den Profis von Drehleiter.info statt. So standen mit Niels Walle (Berufsfeuerwehr Hamburg) und Jörg Thöne (Berufsfeuerwehr Hannover) zwei erfahrene Ausbilder bereit, um den teilnehmenden Drehleitermaschinisten weiteres Wissen zu vermitteln.

Denn gerade, wenn nur noch die Drehleiter als letzte Rettung in einer Extremsituation zur Verfügung steht, müssen die erlernten Handgriffe bei Bedienung der Drehleiter sitzen.

In diesem Jahr übten Wehrkräfte aus Heusweiler, Quierschied und Riegelsberg gemeinsam mit ihren Drehleiterfahrzeugen innerhalb des Gemeindegebietes von Riegelsberg. Organisiert und finanziert wurde das Seminar vom Feuerwehrverband im Regionalverband Saarbrücken.

Nach einem spannenden theoretischen Vortrag wurde das zuvor erworbene Wissen in die Praxis umgesetzt. In Riegelsberg und Walpershofen wurde dann an bestimmten Objekten geübt sowie die verschiedenen Möglichkeiten der einzelnen Leitern getestet bzw. wurden auch die Grenzen festgestellt. Der ein oder andere Bürger staunte nicht schlecht, kamen doch bei einigen Übungen wie z. B. am Riegelsberger Altenheim gleich mehrere Drehleiter zum Übungseinsatz.

Neben den verschiedenen Anleiterarten wurde auch die Goldene Regel im Drehleitereinsatz (HAUS-Regel) intensiv besprochen. Gerade die HAUS-Regel zieht sich wie ein roter Faden durch den Drehleitereinsatz und ist immens wichtig für die schnelle und korrekte Platzierung der Drehleiter. Gilt es doch verschiedene Dinge beim korrekten Positionieren des Fahrzeuges zu beachten. Etwa das „H“ für Hindernisse (Zäune, Poller, Bäume, Strommasten usw.), „A“ wie Abstand (Entfernung zum Gebäude). Das „U“ für Untergrund (tragfähiger Boden, Kanaldeckel, Schnee/Eis) und letztendlich das „S“ für Sicherheit (u.a. Absicherung im Straßenverkehr).

Als Abschluss des Seminartages musste noch eine realistische Übung gemeistert werden. So konnten die Teilnehmer zeigen, was sie heute gelernt hatten. An der ehemaligen Malerschule (Haus der Vereine) in der Kurzen Straße, galt es, mehrere Personen bei einem fiktiven Wohnungsbrand aus verschiedenen Höhen aus Fenster und von einem Fluchtbalkon im rückwärtigen Bereich über die Drehleiter zu retten.

Bei der Nachbesprechung in der Riegelsberger Feuerwache zollte Ausbilder Jörg Thöne allen Teilnehmern großes Lob: „Daumen hoch für die tolle Leistung bei der Abschlussübung!“. Denn innerhalb von 13 Minuten waren alle fünf betroffenen Personen aus dem Gefahrenbereich über die drei Drehleiter gerettet und in Sicherheit gebracht worden.

Thomas Quint, Vorsitzender des Regionalfeuerwehrverbandes, freute sich über die positiven Rückmeldungen der 16 Seminarteilnehmer bei der Nachbesprechung und teilte mit, dass noch zwei weitere Drehleiterseminare im Regionalverband in diesem Jahr stattfinden und ebenfalls durch den Feuerwehrverband finanziert werden. Außerdem dankte er den beiden Ausbildern für ihr Engagement und stellte heraus, dass auch die stete Aus- und Weiterbildung im Feuerwehrbereich sehr wichtig ist. „Denn hier muss die eingesetzte Technik stets mit aktuellem Wissen und Können bedient werden“, so Quint beim Schlusswort.

Das nächste Ziel ist auch schon gesteckt: das interkommunale Üben der Wehren aus Heusweiler, Quierschied und Riegelsberg – nicht nur mit der Drehleiter.

Medien:

Saarbrücker Zeitung vom 02. Juni 2014

siehe auch Artikel „Mit der Drehleiter ein Stückchen näher ran …“

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 Fotos: Feuerwehr / Beyfuß / Kausch

Stationsausbildung Technische Hilfeleistung

Am 30.07. und am 31.07. wurde wieder eine der regelmäßigen Stationen mit dem Schwerpunkt VU-PKW durchgeführt.

Bei diesen mehrstündigen Intensivausbildungen werden neue Vorgehensweisen vermittelt, sowie bestehende Techniken vertieft.

Durch das Ausbilderteam Patrick Latz und Florian Weber wurden auch dieses Mal verschiedenste Szenarien, mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, realitätsgetreu dargestellt. Diese reichten von leichten Einklemmungen, um die Grundlagen im Umgang mit dem Rettungsgerät zu erlernen, bzw. aufzufrischen, bis hin zu schwerst deformierten Fahrzeugen, die einen umfangreichen Personal- und Materialeinsatz bedürfen.

Als Grundlage für diese Übungen wird die SIEGER-Merkregel herangezogen:

Sicherung und Lage stabilisieren
Innere Erkundung
Erstmaßnahmen am Patienten und am Fahrzeug
Genaue Abstimmung der Vorgehensweise mit dem inneren Retter / dem Notarzt
Entklemmen den Patienten
Rettungsweg schaffen

Die Fahrzeuge  1/46 und 1/69, mit ihrer umfangreichen technischen Beladung kamen dabei zum Einsatz.

An dieser Stelle möchten wir uns noch bei den Kollegen der Rettungswache Heusweiler bedanken, die uns einen umfangreichen Einblick in die Ausrüstung und die Arbeit des Rettungsdienstes gewährt haben.

Außerdem bedanken wir uns bei Jens Funk, der uns sein Gelände zur Verfügung gestellt hat und mit verschiedenen Baumaschinen unsere Übungsfahrzeuge herrichtete.

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Mit der Drehleiter ein Stückchen näher ran …

Team von „Drehleiter.info“ übt mit der Riegelsberger Wehr

Erstmals fand im Saarland ein solches Seminar mit externen Ausbildern bei der Feuerwehr in Riegelsberg statt. Durchgeführt wurde es vom Team Drehleiter.info. Gegründet von Jan Ole Unger und Nils Beneke, haben sich beide eine bundeseinheitliche Ausbildung zum Drehleitermaschinisten als Ziel gesetzt und plädieren für die bereits mehrfach etablierte HAUS-Regel als Standardtaktik beim Drehleitereinsatz im Übungs- und Einsatzdienst.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der beiden Ausbilder Robert Zindler und Manfred Gundel (beide Flughafen-Feuerwehr Frankfurt/Main) erfolgte ein zweistündiger Theorieunterricht.

Hierbei wurde die bereits in Riegelsberg praktizierte HAUS-Regel (Hindernisse, Abstände, Untergrund, Sicherheit) sowie die Einsatzgrundsätze im Drehleitereinsatz besprochen. Ebenso wurden die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten einer Drehleiter (Menschenrettung, Brandbekämpfung, Technische Hilfeleistung, Anleiterbereitschaft) sowie die Anleiterarten durch die beiden Ausbilder anschaulich dargestellt. Auch gilt es zu beachten, dass gewisse Abstände für eine korrekte Platzierung der Drehleiter eingehalten werden muss. So unterscheidet sich zum Beispiel die Entfernung zu einem Hochhaus bei einer Rettung im elften Stock gegenüber einer Personenrettung in einem Einfamilienhaus.

Denn nur durch eine richtige Platzierung kann eine optimale Nutzung der Ausladung bzw. der kompletten Leiterlänge gewährleistet werden. Bei einer falschen Platzierung der Drehleiter kommt es so zu einem kostbaren Zeitverlust beim Umsetzen des Fahrzeuges. Deswegen wird während der Ausbildung der Riegelsberger Maschinisten großen Wert auf die richtige Positionierung und Einweisung des Fahrzeuges gelegt.

Robert Zindler, ein erfahrener Ausbilder und ebenfalls Drehleitermaschinist meinte während der theoretischen Ausbildung: „Wenn es bei einem Drehleitereinsatz ums Ganze geht, muss das Erlernte auch in Stresssituationen sitzen“.

Nachdem die Drehleiter im Hof der Riegelsberger Feuerwache „vermessen“ wurde und man die verschiedenen Abschaltgrenzen praktisch ausprobiert hatte, ging es an den Russenweg zur Betonsteinfabrik Dr. Schäfer, wo über den Nachmittag der praktische Teil des Seminars stattfand.

Dort vor Ort konnten alle erdenklichen Einsatzsituationen, wie z.B. Silorettung, Personenrettung aus Grube oder eine Rettung aus großer Höhe  mit der Drehleiter an den verschiedenen Objekten, geübt werden.

So bekam jede Gruppe einen Übungsauftrag gestellt, der abgearbeitet werden musste. Der Truppführer der Besatzung war für die Erkundung und das korrekte Einweisen des Maschinisten zuständig.  Der Truppmann übernahm die  Steuerung der Drehleiter im Korb. Nach jeder Übungseinheit erfolgte eine ausführliche Nachbesprechung.

Die Riegelsberger Drehleitermaschinisten hatten so die Möglichkeit ihr Können zu demonstrieren und weitere Erfahrung zu sammeln.

Auch die bereits eingeübten Handzeichen zum korrekten Einweisen des Drehleitermaschinisten wurden von allen Teilnehmern in der Praxis angewendet.

Nach einem erfolgreichen Praxisteil konnten alle 14 Teilnehmer des Löschbezirkes Riegelsberg durchweg ein positives Fazit dieses Seminars ziehen, mit der Erkenntnis, dass mit dem Hubrettungsgerät ständig geübt werden muss um im Ernstfall bei der Menschenrettung über die Drehleiter schnell und adäquat helfen zu können.

Aus den gesammelten Erfahrungen in den einzelnen Übungen und den Rückmeldungen der Ausbilder konnten wichtige Erkenntnisse gewonnen werden, die nun in den Ausbildungsplan der Feuerwehr Riegelsberg einfließen werden. So werden zudem die heutigen Teilnehmer des Seminars  als zukünftige Multiplikatoren innerhalb der Wehr bei der Drehleiter-Ausbildung fungieren.

Fotos: Kausch / Feuerwehr

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Gemeinsame Übung der Löschbezirke Walpershofen und Herchenbach

Am vergangenen Samstag wurde im Rahmen einer Halbtagesübung gemeinsam mit den Kameraden aus Herchenbach geübt. Um 10:30 Uhr machten sich beide Löschbezirke mit drei Einsatzfahrzeugen auf zum Übungsgelände an der Landesfeuerwehrschule in Saarbrücken. Schwerpunkt der Übung sollte die umfangreiche Ausbildung der Atemschutzgeräteträger sein. Sebastian Diehl (Atemschutzgerätewart Walpershofen) fungierte hier als Ausbilder.

Nach einem Rundgang über das Übungsgelände und einer UVV – Unterweisung, wurden die Trupps auf die Fahrzeuge verteilt. Hierbei wurden die Kollegen aus Herchenbach noch auf dem Walpershofer HLF kurz eingewiesen. Dann folgte der erste Teil der praktischen Ausbildung.

Zunächst wurde das vorgehen mittels Schlauchpaket und eine Vornahme eines Strahlrohres durch einen Treppenaufgang geübt. Im Anschluß daran fand ein umfangreiches Strahlrohrtrainig statt. Nach einer kurzen Pause folgte die erste Einsatzübung. Hierbei mußte ein Kellerbrand mit Menschenrettung abgearbeitet werden. Schnell und gekonnt wurde eine verletzte Person von den beiden Trupps unter Atemschutz aus dem Gebäude gebracht. Auch der Brand war rasch gelöscht, so das man damit beginnen konnte den Rauch (durch eine Nebelmaschiene erzeugt) mit einem Überdrucklüfter aus dem sogenannten Trümmer- / Übungshaus zu befördern.

Nach einer gemeinsamen Mittagspause und einem kleinen Imbiß stand eine weitere Einsatzübung an. Hier lautete die Meldung „Brand im 1. Obergeschoß mindestens 2 Personen vermisst“. Schnell machten sich die Einsatzfahrzeuge auf den Weg zum Übungshaus. Ein Atemschutztrupp ging hier ins Erdgeschoß vor um einen Verletzten aus dem wiederum stark verrauchten Übungshaus ins Freie zu bringen. Da die Treppe ins erste OG teilweise eingestürzt war mußte von der 2. Fahrzeugbesatzung eine Steckleiter in Stellung gebracht werden. Hierüber begab sich dann ein 2. Atemschutztrupp ins Gebäude um eine Person über die Steckleiter zu retten und den Brand im Dachgeschoß zu bekämpfen. Auch hier konnte wiederum schnell, „Alle Personen gerettet und Feuer aus!“ gemeldet werden. Nach einer umfangreichen Übungsbesprechung wurden die Einsatzfahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht.

Nach knapp 5 Stunden ging eine gelungene Übung mit den Kameraden aus Herchenbach zu Ende. An diesem Tag konnte man sich wieder sehr gut austauschen und das gute kameradschaftliche Verhältnis nach Herchenbach intensivieren. Auch für die Zukunft werden weitere Übungen beider Löschbezirke auf den Dienstplänen stehen um die interkommunale Zusammenarbeit hierbei zu fördern.Die Walpershofer Kameraden freuen sich schon darauf im Herbst an der Herchenbacher Nachtübung mitzuwirken.

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