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Bundesweiter Warntag Bedeutung der Sirenensignale:

Im Hinblick auf den kommenden bundesweiten „Warntag“ am 10. September wollen wir Ihnen die Bedeutung der Sirenensignale in Erinnerung rufen.
Erstmals seit der Wiedervereinigung der Bundesrepublik Deutschland und der ehemaligen DDR findet am 10. September 2020 zwischen 11:00 Uhr und 11:20 Uhr ein bundesweiter Probealarm mit anschließender Entwarnung statt. Hierzu werden alle vorhandenen Warnmöglichkeiten wie Radio, Fernsehen, soziale Medien, die Warn-App „NINA“, digitale Werbetafeln, aber auch die vorhandenen Sirenen genutzt. Geplant ist, dass dieser bundesweite Warntag jährlich, immer am zweiten Donnerstag im September, stattfinden soll.
Der Warntag soll die Wirkung haben, dass die Warnanlässe bekannter gemacht und die damit verbundenen Verhaltensregeln der Bevölkerung näher gebracht werden sollen. Wichtig ist, dass die Bevölkerung unabhängig von ihrem Aufenthaltsort in Deutschland bei entsprechender Gefahr durch gleiche Sirenensignale gewarnt und wieder „entwarnt“ wird und daher die Bedeutung der Sirenensignale kennt. Entsprechend gibt es bundesweit einheitliche Handlungsempfehlungen. Die Wichtigkeit und Aktualität zum Thema Alarmierung zeigt sich aktuell auch im Zusammenhang mit dem Coronavirus in diesem Jahr.
Anlässe für eine Warnung können vielfältiger Natur sein. So können beispielsweise ein Brand, das Auftreten von radioaktiver Strahlung, aber auch Stromausfälle oder die Warnung vor Naturgefahren wie Erdbeben oder Überschwemmungen Grund für eine Alarmierung sein.
Je nach Gemeinde findet eine Überprüfung der Sirenen wöchentlich oder monatlich an einem bestimmten Tag immer um die gleiche Uhrzeit statt. Oftmals erfolgt die Alarmierung der Feuerwehr „still“ über einen Meldeempfänger, den jeder Feuerwehrangehörige mit sich führt. Oftmals bekommen Sie als Mitbürger den Feuerwehreinsatz nur im Rahmen der Alarmfahrt mit, bei der normalerweise mit Blaulicht und Sondersignal (Martinshorn) zur Einsatzstelle ausgerückt wird.
Zurück zur Bedeutung zum Sirenenalarm und der Bedeutung der verschiedenen Sirenensignale:

Fahrzeugbrand mit anschließendem Flächenbrand

Großbrand in Walpershofen hält Feuerwehren in Atem!

Der Brand einer Landwirtschaftlichen Maschine, auf einem frisch abgeernteten Feld am Rotenberg in Walpershofen, sorgte für einen stundenlangen Feuerwehr Einsatz.

Am Freitag Mittag, den 24.7.2020, um 12:22 Uhr, wurde die Freiwillige Feuerwehr Riegelsberg, mit den Löschbezirken Riegelsberg und Walpershofen, zu einem Fahrzeugbrand in die Saarbrücker Straße in Höhe des Kauflandes alarmiert. Bereits auf der Anfahrt bemerkten die Kräfte aus Walpershofen, das ein Landwirtschaftliches Fahrzeug auf einem Feld brannte und die Einsatzstelle sich in Walpershofen in der Kurzenberg Straße befand.

Der Brand hatte sich entlang des Rotenberges bereits großflächig auf einem frisch abgeernteten Feld ausgebreitet. Mehrere Landwirte waren bereits damit beschäftigt, eine noch größere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Die als erstes an der Einsatzstelle eingetroffene Fahrzeugbesatzung aus Walpershofen, leitete umgehend eine Brandbekämpfung mit einem Schaumrohr, mit einem Trupp unter schwerem Atemschutz, ein. Ein weiterer Trupp, begann mit dem Druckschlauch – S ein weiteres Ausbreiten des Feuers zu verhindern. Hierbei wurden sie von weiteren Kameraden der Löschbezirke Walpershofen und Riegelsberg, mit drei weiteren Wasserführenden Fahrzeugen und zwei Gerätewagen, unterstützt.

Kurze Zeit später traf auch der über Funk angeforderte Löschbezirk Mitte, der Freiwilligen Feuerwehr Heusweiler, die sich auf der Rückfahrt von einem anderen Einsatz befanden, an der Einsatzstelle ein. Der Löschzug aus Heusweiler unterstützte mit 3 zusätzlichen Wasserführenden Fahrzeugen die Kräfte aus Riegelsberg und Walpershofen.

Bis eine ca. 600 Meter lange Wasserversorgung zu den Fahrzeugen sichergestellt werden konnte, wurde zunächst ein Pendelverkehr mit zwei Löschfahrzeugen zur Einsatzstelle eingerichtet.

Da der Brand sich durch aufkommenden Wind, auf weitere Teile des Feldes ausgebreitet hatte, wurde die Einsatzstelle in zwei Abschnitte eingeteilt. Die Mannschaften vom Einsatzleitwagen der Feuerwehr Riegelsberg und des Vorausrüstwagens der Feuerwehr Heusweiler unterstützte die Einsatzleitung. Für den nur sehr schwer zugänglichen unteren Bereich des großflächigen Feldes, wurde noch zusätzlich ein spezielles, extrem Geländegängiges Waldbrand Tanklöschfahrzeug der Freiwillige Feuerwehr LB12 Malstatt-Burbach angefordert. Mit mehreren Rohren, Feuerpatschen und Hacken wurde die Brandbekämpfung weiter durchgeführt.

Schnell zeigte sich hier ein Löscherfolg und es konnte, nach rund 45 Minuten, „Feuer unter Kontrolle“ gemeldet werden. Es mussten anschließend noch umfangreiche Nachlöscharbeiten eingeleitet werden. Hierzu stand auch, ein mit 12000 Liter Wasser gefüllter Anhänger eines Landwirtes zur Verfügung. Nach gut 2,5 Stunden war der Einsatz schließlich für die Feuerwehr beendet.

Insgesamt waren die Löschbezirke Riegelsberg, Walpershofen, Heusweiler – Mitte und Saarbrücken – Malstatt / Burbach mit knapp 70 Einsatzkräften und 15 Fahrzeugen vor Ort. Der Brandinspekteur des Regionalverband Saarbrücken Tony Bender, ein Kommando der Polizei und der Ortsverband des DRK Riegelsberg / Walpershofen waren ebenfalls vor Ort. Geleitet wurde der Einsatz von Oberbrandmeister Pascal Altmayer und dem Stellv. Wehrführer Oberbrandmeister Christian Ruloff.

Über Brandursache und Schadenshöhe können von Seiten der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden.

Ehre wem Ehre gebührt!

Karlheinz Schmidt zum Hauptbrandmeister befördert und offizielle Übernahme in die Altersabteilung.

Am Freitag den 26.06.2020, fand im Löschbezirk Riegelsberg, die diesjährige Jahreshauptversammlung statt. Aufgrund der aktuellen Corona Pandemie, erstmals als Online Sitzung. Im Anschluss an diese Hauptversammlung, erfolgte noch eine besondere Beförderung. Ein Novum in der Historie der Freiwilligen Feuerwehr Riegelsberg. Bürgermeister Klaus Häusle beförderte im beisein von Wehrführer Volker Klein und den Brandmeistern der Gemeinde Riegelsberg, Oberbrandmeister Karlheinz Schmidt zum Hauptbrandmeister. In der Historie der Feuerwehr Riegelsberg wurde bisher diese Beförderung nur für den amtierenden Wehrführer ausgesprochen. Um die Verdienste und die Arbeit von Karlheinz Schmidt zu würdigen wurde ihm diese besondere Ehrung zu Teil. Ein sichtlich bewegter und gerührter Karlheinz Schmidt bedankte sich bei den anwesenden Brandmeistern, der Wehrführung und Bürgermeister Klaus Häusle für die wunderbaren Jahre die er in seiner fast 51 Jahre andauernden Feuerwehrzeit erlebt hat. Auch an die Mannschaft, die die Sitzung dieses Mal leider nur Online verfolgen konnte, sendete Schmidt lobende und dankende Worte. Seine aktive Feuerwehrzeit endet nun offiziell am Sonntag dem 28.6.2020 an seinem 65. Geburtstag. Zwar hat er sich seinen Abschied etwas anders vorgestellt, aber er freute sich das soviele Feuerwehrangehörige seinen letzten Dienst (ebenfalls Online) und auch die etwas andere Jahreshauptversammlung daheim am Bildschirm verfolgten.

Am 28.6.2020 folgte dann aber noch Teil 2 seiner Verabschiedung. Ein Nichtsahnender Karlheinz Schmidt wurde vom Chef der Wehr, Bürgermeister Klaus Häusle und Wehrführer Volker Klein persönlich abgeholt und in das Feuerwehrgerätehaus nach Riegelsberg gebracht. Hier wartete der komplette Löschbezirk Riegelsberg auf ihren „Kalle“ um ihn, trotz Mindestabstände und Corona Pandemie, standesgemäß zu verabschieden.

Musiker Jannik Webel mit seiner Trompete und die Feuerwehrangehörigen sorgten auf dem Hof der Feuerwache für ein ordentliches Geburtstagsständchen. Es folgten dankende Worte von Klaus Häusle, Volker Klein und von Löschbezirksführer Tobias Lana. Ein sichtlich gerührter Karlheinz Schmidt bedankte sich bei „seiner Rasselbande“, wie er als Ältester im Löschbezirk gerne seine Kameradinnen und Kameraden bezeichnet. Es folgten Glückwünsche und Geschenke und ein „Konzert“ der Martinshörner. Zum Schluß spielte Jannik Webel mit der Trompete „My Way“ von Frank Sinatra. Ein würdiger Abschied für einen verdienten Feuerwehrmann!

Karlheinz Schmidt kann auf fast 51 Jahre Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Riegelsberg zurückblicken. Kein Feuerwehrmann in Riegelsberg konnte auf eine so lange Dienstzeit zurückblicken wie Karlheinz Schmidt. Schmidt trat am 26.7.1969 als Jugendlicher in die Jugendfeuerwehr Riegelsberg ein. Er begleitete in seiner Feuerwehrlaufbahn die Ämter als Kassenführer, „Küchenchef“, Fahrzeugwart und ist bis heute noch als Gerätewart tätig im Löschbezirk Riegelsberg. Auch wenn es darum ging Verantwortung für den Löschbezirk zu übernehmen, war Schmidt ebenfalls Jahre lang als Löschbezirksführer und stellv. Löschbezirksführer tätig. Im Laufe der Jahre wurden ihm mehrere Ehrungen zuteil. Unter anderem, wurde er mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz in Silber und dem Saarländischen Feuerwehr Ehrenzeichen in Gold gewürdigt.

Auch wenn Karlheinz Schmidt nun aus dem aktiven Feuerwehrdienst ausscheidet, wird er weiterhin die Gerätewarte unterstützen und auch sein Fachwissen im Bereich Ausbildung weitergeben.

Eine Feuerwehr Riegelsberg ohne Karlheinz Schmidt ist eben nur sehr schwer vorstellbar. Die ganze Feuerwehr Riegelsberg ist stolz auf ihren „Kalle“ , wie er liebevoll genannt wird und hofft das er noch lange seiner Feuerwehr Riegelsberg zur Verfügung steht. Die Löschbezirke wünschen ihm weiterhin viel Erfolg und vor allem ganz viel Gesundheit!

Neuer Kommando Wagen (KdoW) für die Wehrführung der Freiwilligen Feuerwehr Riegelsberg

Im April 2020 wurde bereits der neue KdoW für die Wehrführung von der Firma SFS – Saar (Bexbach) an die Freiwillige Feuerwehr Riegelsberg übergeben. Das Fahrzeug dient Wehrführer Volker Klein und seinem Stellvertreter als Führungs- und Dienstfahrzeug.

Es handelt sich hierbei um einen Ford Kuga, Baujahr 2020. Das über Allradantrieb verfügende Fahrzeug hat einen Leistungsstarken Motor von 180 PS. Das Leergewicht des Fahrzeuges beträgt 1,8 Tonnen. Der Ausbau erfolgte durch die Firma SFS – Saar aus Bexbach. Der KdoW verfügt über entsprechende Funkgeräte, Gebäudepläne und weitere Hilfsmittel für die Einsatzleitung. Desweiteren befindet sich eine Erste Hilfe Tasche, EX – Warngerät, Feuerlöscher, Beleuchtungsgerät und Materialien zur Verkehrsabsicherung auf dem Fahrzeug.

Am heutigen Sonntag, den 28.6.2020, wurde das neue Fahrzeug, durch die symbolische Schlüsselübergabe, von Bürgermeister Klaus Häusle an Wehrführer Volker Klein offiziell übergeben.

Die Feuerwehr Riegelsberg im Wandel der Zeit

Seit ein paar Wochen schon, geben wir Ihnen ein paar Einblicke auf Fotos aus unserem umfangreichen Foto Archiv.

Wir wollen Ihnen so, unsere Historie und die Veränderungen bei der Feuerwehr Riegelsberg, im Laufe der Zeit etwas erläutern.

Heute: Unsere Jugendfeuerwehr und Kinderfeuerwehr:

In beiden Löschbezirken (Riegelsberg und Walpershofen) gibt es jeweils eine Jugendfeuerwehr. Die Jugendfeuerwehr im Löschbezirk Riegelsberg wurde am 19.02.1964, unter dem damaligen Wehrführer Erich Groß, gegründet.

Der Weitblick dieser damaligen Entscheidung zeigt die heutige Bedeutung dieser Organisation für die Entwicklung und Erhaltung der Feuerwehr. Die Jugendfeuerwehren sind ein fester und wichtiger Bestandteil unser Freiwilliger Feuerwehr. Der Erfolg der Arbeit in den beiden Jugendfeuerwehren zeigt sich im heutigen Bild unserer Feuerwehr. Ungefähr 80 Prozent der heutigen Aktiven Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner stammen aus einer der beiden Jugendfeuerwehren.

Nach der Gründung 1964, wurden die ersten Jugendlichen zunächst in Riegelsberg für beide Ortsteile ausgebildet. Wehrführer Erich Groß, kümmerte sich Anfangs noch um die Ausbildung der Gruppe. Damals lag das Eintrittsalter noch bei 14 Jahren. Die Jugendlichen begannen mit einer dreijährigen Grundausbildung und wurden nach dem erfolgreichen ablegen der Leistungsspange in die Aktive Wehr übernommen. Insgesamt wurden von den 24 Gründungsmitgliedern,1967 achtzehn Jugendliche in die Aktive Feuerwehr übernommen. Ein absolut herausragender Erfolg. Bereits damals bestand aber die Arbeit in der Jugendfeuerwehr nicht nur aus Feuerwehrausbildung. Erste Hilfe, gemeinsame Aktivitäten, Zeltlager und Spiel und Spaß hatte damals ebenfalls schon einen hohen Stellenwert.

Bereits im Jahr 1970, musste aufgrund des hohen Zuspruch der Jugendfeuerwehr, schon eine 2. Gruppe gegründet werden. Ein kleiner Nachteil für die Walpershofer Jugendlichen bestand im Transport, da sie immer nach Riegelsberg gefahren werden mussten. Der Fahrdienst wurde von Löschzugführer Manfred Altpeter, Ewald Lydorf und Friedrich Jacquard organisiert. Alle drei unterstützten auch bei der Ausbildung und den Aktivitäten der Jugendlichen Erich Groß. Georg Rosar ( späterer Wehrführer ) übernahm 1981 das Amt des Jugendfeuerwehrwartes. Nach 10 Jahren gab er die Verantwortung für die Jugendfeuerwehr 1991 an Georg Steimer ab.

In den 1980er Jahren wurde das Eintrittsalter in die Jugendfeuerwehr auf 12 Jahre gesenkt. Im Jahr 1990 wurde es abermals gesenkt, dieses Mal auf 10 Jahre. Auch Mädchen wurden später erstmals aufgenommen. Dies hatte sehr bald schon zur Folge, das bereits beide Jugendgruppen in Riegelsberg an ihre Kapazitäten stießen.

Im Jahr 1987 wurde schließlich noch eine weitere Gruppe, separat im Löschbezirk Walpershofen, gebildet. Gruppenleiter in Walpershofen wurde Dietmar Albert. Es folgten Klaus – Dieter Leick (1992), Stefan Rennhof und Raschid Bouatmane (1995), Fritz Blanck (1997) und Pascal Altmayer (2000).

Im Jahr 2000 waren bereits über 40 Jugendliche aus beiden Ortsteilen in der Jugendfeuerwehr angemeldet. Aufgrund der hohen Mitgliederzahlen wurde auf initiative des Jugendbetreuer aus Walpershofen und des Löschbezirksführers aus Walpershofen, eine Gründung einer eigenen Jugendfeuerwehr vorbereitet. Im November 2002 wurde schließlich unter Wehrführer Hans-Peter Frühauf der Beschluss gefasst, in Walpershofen eine eigene Jugendfeuerwehr zu gründen. Die Anmeldung bei der Deutschen Jugendfeuerwehr erfolgte zum 01.01.2003. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde am Neujahrstag wurde die Gründung der Jugendfeuerwehr Walpershofen mit 14 Mitgliedern in der Köllertalhalle gefeiert. Aufgrund der nun zwei bestehenden Jugendfeuerwehren wurde Georg Steimer zum Gemeindejugendbeauftragten ernannt und Sascha Bayer (Riegelsberg) sowie Pascal Altmayer (Walpershofen) zu Jugendbetreuern in ihren Löschbezirken ernannt.

Im Jahr 2004 zählte die neu gegründete Jugendfeuerwehr in Walpershofen bereits 20 Mitglieder. In Riegelsberg waren es zu dieser Zeit 24. Im gleichen Jahr begann eine Freundschaft zu der Jugendfeuerwehr Kettig in Rheinland-Pfalz. Es wurden in den darauffolgenden Jahren 4 Zeltlager und ein Aufenthalt in einer Jugendherberge gemeinsam durchgeführt. Bei einem Wettkampf im Jahr 2004 in Andernach, wurde der erste Platz erreicht. An dem Wettkampf nahmen 28 Jugendfeuerwehren aus 7 Bundesländer teil. Im darauffolgenden Jahr legte man mit 3 Gruppen ( zusammen mit der Jugendfeuerwehr Heusweiler ), sehr erfolgreich die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr ab.

Im Jahr 2007 übergab Georg Steimer die Leitung der Jugendfeuerwehr an Matthias Martini weiter. Martini leitet bis heute noch, erfolgreich die Jugendfeuerwehr auf Gemeindeebene weiter. Aufgrund der Wahl von Pascal Altmayer zum Löschbezirksführer in Walpershofen (2009), löste Sascha Simon 2010 Pascal Altmayer als Jugendbetreuer in Walpershofen ab. Im gleichen Jahr wurde das Einstiegsalter auf 8 Jahre gesenkt. Zunächst erfolgte dies Probeweise im Löschbezirk Walpershofen, im folgenden Jahr dann auch im Löschbezirk Riegelsberg. Im Jahr 2013 feierte der Löschbezirk Walpershofen „10 Jahre Jugendfeuerwehr Walpershofen“ in der Köllertalhalle. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde Oliver Schneider zum neuen Jugendbetreuer in Walpershofen ernannt. Im Jahr 2014 feierte der Löschbezirk Riegelsberg das 50 jährige bestehen seiner Jugendfeuerwehr. Im gleichen Jahr wurde Florian Weber zum neuen Jugendbetreuer in Riegelsberg ernannt und löste Sascha Bayer nach über 10 Jahren ab. Desweiteren wurde 2014 ein Anhänger, der in Eigenarbeit unter der Leitung von Karlheinz Schmidt realisiert wurde, an die Jugendfeuerwehr übergeben. Aufgrund sinkender Mitgliedszahlen, bedingt durch den demografischen Wandel, wurden die Übungsabende der Jugendfeuerwehr und die meisten Aktivitäten 2015 zusammengelegt. Die Jugendfeuerwehr übt in den beiden Ortsteilen von nun an im Wechsel. Fahrten, Zeltlager und andere Aktivitäten werden ebenfalls wiederum gemeinsam durchgeführt.

Beide Jugendfeuerwehren pflegen Beziehungen zu den Nachbargemeinden. Gemeinsame Übungen, mit den anderen Köllertaler Jugendfeuerwehren, werden im Rahmen der sogenannten „Köllertalübungen“ durchgeführt. Insbesondere mit der Jugendfeuerwehr Heusweiler wird regelmäßig geübt oder wie in der Vergangenheit geschehen, gemeinsame Zeltlager durchgeführt. Alle 2 Jahre findet die Abnahme der Jugendfeuerwehr Leistungsspangen statt. Diese wird traditionell schon seit Jahrzehnten mit der Jugendfeuerwehr Heusweiler, teilweise sogar in gemischten Gruppen, vorbereitet. Sie ist, “ eine kleine Abschlussprüfung“ am Ende der Jugendfeuerwehrzeit. Sie setzt Teamgeist, Feuerwehrwissen in Theorie und Praxis sowie Sport (Staffellauf und Kugelstoßen) voraus. Die Abnahme erfolgt in einer Gruppe aus 9 Jugendlichen und bildet einen schönen Abschluss in der Jugendfeuerwehr. Mit 16 Jahren kann dann die Übernahme in die Aktive Feuerwehr erfolgen. Um die Motivation und den Ehrgeiz der Kinder und Jugendlichen zu erhöhen, wurde für die jüngeren Mitglieder die Jugendflamme entwickelt. Diese gibt es in 3 Stufen für die unterschiedliche Altersgruppen in der Jugendfeuerwehr. So können bereits die kleinsten der Jugendfeuerwehr (8-10 Jahre) eine kleine Auszeichnung und eine Urkunde erhalten für erfolgreich gelöste Aufgaben, aus dem Bereich Geschicklichkeit, Brandschutzerziehung und Feuerwehr.

Mitmachen in der Jugendfeuerwehr können alle Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 16 Jahren. Mitzubringen sind lediglich Interesse und Spaß an der Feuerwehr. Eine Übungsuniform wird durch die Gemeinde kostenlos gestellt. Die Treffen der Jugendfeuerwehr finden alle 14 Tage statt. Neben einer Altersgerechten Feuerwehrausbildung, sorgen Fahrten, Zeltlager, Basteln und vieles mehr für Abwechslung. Weitere Infos gibt es unter der Rubrik Jugendfeuerwehr unter: www.ff-riegelsberg.de oder auf der Facebook Seite der Jugendfeuerwehr Riegelsberg | Freiw. Feuerwehr Riegelsberg.

Auf die Initiative vom ehemaligen Wehrführer Gerhard Kaiser, wurde 2014 die Idee, zur Gründung einer Kinderfeuerwehr, in die Tat umgesetzt. Leider verstarb Gerhard Kaiser am 1.5.2014, plötzlich und unerwartet im Alter von erst 52 Jahren. Die Gründung der Kinderfeuerwehr wurde schließlich auf seine Initiative und Idee am 7.9.2014, im Rahmen der Jahreshauptübung in Walpershofen, vollzogen. Nicole-, Chantal- und Patricia Reuter, Sandra- und Daniela Kaiser ( Witwe und Tochter von Gerhard Kaiser), Rolf Weber, Stephanie Hewener, Carolin Brück, Pascal Altmayer und Volker Klein fungierten als Betreuer. Zum Leiter der Kinderfeuerwehr wurde Matthias Martini bestellt. Im ersten Jahr wurde das Team sogar von einer Kraft der KiTa Walpershofen pädagogisch unterstützt. Insbesondere das Engagement von Sandra- und Daniela Kaiser, soll an dieser Stelle separat Erwähnung finden. Ihr verstorbener Mann/Vater Gerhard wäre sehr stolz auf beide gewesen.

Die Kinderfeuerwehr bietet Kindern ab 6 Jahren die Möglichkeit, spielerisch die Arbeit der Feuerwehr kennenzulernen. Die jüngste Abteilung der Feuerwehr Riegelsberg bietet jedem Kind eine spannende, abwechslungsreiche und lehrreiche Freizeitaktivität. Neben Besichtigungen und Ausflügen in die Natur, stehen an erster Stelle Bewegung, Spiel – und insbesondere Spaß. Natürlich werden den Kindern auch feuerwehrbezogene Themen, wie das Verhalten im Brandfall, das Absetzen eines Notrufes und weitere spannende Themen vermittelt. Die Kinder in der Kinderfeuerwehr Gruppe werden von pädagogisch ausgebildeten Kräften der Feuerwehr und weiteren ehrenamtlichen Kräften außerhalb der Feuerwehr betreut. So werden die Themen Kindgerecht vermittelt. In der Regel werden die Kinder dann mit 8 Jahren in die Jugendfeuerwehr aufgenommen. Die Kinderfeuerwehr ist fest im Gerätehaus in Walpershofen beheimatet. Es gibt hier auch einen eigenen Raum für die Kinderfeuerwehr. Im Regionalverband Saarbrücken gibt es nur noch in Friedrichsthal eine weitere Kinderfeuerwehr. Deswegen werden auch Kinder außerhalb der Gemeinde aufgenommen.

In der heutigen Zeit ist es nicht immer leicht für die Feuerwehr, bei dem großen Freizeitangebot, genügend Jugendliche und Kinder zu begeistern für die Feuerwehr. Die Zeit der Wartelisten für die Jugendfeuerwehren sind leider lange vorbei. Der demografische Wandel macht der Feuerwehr im Jugendbereich etwas zu schaffen. Wie wichtig die Jugendfeuerwehren für den Erhalt der Feuerwehren sind, zeigt der Blick in die Statistiken. Bleibt zu hoffen das immer genügend Kinder und Jugendliche den Weg zur Feuerwehr einschlagen. Teamgeist, Moderne Technik und Ausrüstung, Abenteuer und Spaß sind in jedem Fall garantiert!

Damals wie heute, arbeiten wir stets nach unserem Wahlspruch:

Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!

Die Feuerwehr Riegelsberg im Wandel der Zeit

Immer Mittwochs wollen wir Ihnen gerne ein paar Einblicke geben auf Fotos aus unserem Foto Archiv.

Wir wollen Ihnen so, unsere Historie und die Veränderungen bei der Feuerwehr Riegelsberg, im Laufe der Zeit etwas erläutern.

Jumelage / Partnerschaft mit den Sapeurs Pompiers de Gisors

Die Ursprünge der Jumelage gehen auf den „Verband der Heimkehrer, Kriegsgefangenen und Vermisstenangehörigen aus Deutschland e.V., Ortsverband Riegelsberg“ und den französischen „Frontkämpferverband“ aus Gisors zurück. Beide Verbände hatten bereits seit 1965 gute Kontakte zueinander. An Pfingsten 1969, haben beide Verbände sich symbolisch als Zeichen für den Frieden, die Hand gereicht. In einer Urkunde setzten sie sich damals zum Ziel, die ehemals verfeindeten Nationen für immer in Freundschaft zu verbinden. Weiterhin wollten beide Verbände sich beteiligen, „am Bau eines vereinten Europas in Frieden und Freiheit“ .

Etliche Ratsmitglieder aus Riegelsberg und Gisors unterstützen in der Folge diese Verbindungen der beiden Verbände aus Gisors und Riegelsberg. Im Rahmen der Deutsch / Französischen Städtepartnerschaften entwickelte sich hieraus eine offizielle Partnerschaft in die Normandie zu den Freunden nach Gisors.

Bereits an Pfingsten 1970 besiegelten der damalige Riegelsberger Bürgermeister Walter Wagner und sein französischer Amtskollege aus Gisors, Emile Beyne, die Städtepartnerschaft zwischen beiden Kommunen. Die Urkunde wurde in der bis auf den letzten Platz gefüllten Turnhalle der Lindenschule, im Rahmen eines Heimatfestes, von beiden Bürgermeistern feierlich unterzeichnet. Damals schon, zu Pfingsten 1970, reiste eine erste große Delegation, von Vereinen, Verbänden und Kommunalpolitikern zum Austausch nach Riegelsberg. Im Jahr darauf folgte der Besuch der Riegelsberger Delegation in Gisors. Die Tradition, zum jährlichen Austausch und Feiern der Jumelage war somit geboren. Jedes Jahr an Pfingsten finden nun die offiziellen Treffen der beiden Partnerkomunen statt. Etliche Vereine, allen voran der TuS Riegelsberg, haben viele Verbindungen und Freundschaften nach Gisors über Generationen hinweg aufgebaut. Auch die Feuerwehr Riegelsberg bzw. die Sapeurs Pompiers de Gisors beteiligten sich von Anfang an an dieser Partnerschaft.

Unter dem damaligen Wehrführer Erich Groß wurde die Partnerschaft, insbesondere in den Anfangsjahren, intensiv gelebt und gefeiert. Die Kameraden aus Gisors reisten zu den Jubiläen oder Jahreshauptübungen traditionell sogar mit einem Löschfahrzeug an. Auch Riegelsberger Feuerwehrleute reisten das ein oder andere Mal, samt Löschfahrzeug nach Gisors. Auch zu den Pfingsttreffen, machten sich im jährlichen Wechsel Kameraden der beiden Feuerwehren auf den Weg um die befreundeten Kollegen zu besuchen. Schnell entstanden daraus über Jahrzehntelang anhaltende Freundschaften. Insbesondere zum späteren Lieutenant Daniel Kaelin ( Brandinspekteur und Leiter der Feuerwehr in Gisors), bestehen bis heute intensive Beziehungen. Daniel Kaelin, mittlerweile im Ruhestand bei der Feuerwehr, lässt sich auch mit 72 Jahren diese Treffen nicht entgehen. Auch der mittlerweile 75 jährige Sergeant (Brandmeister) Gerard Coulbeau nimmt immer noch regelmäßig an den Treffen teil.

Die Partnerschaft wurde in den 1980er Jahren von Wehrführer Gerd Schäfer, dem Nachfolger von Erich Groß, weiter gepflegt und ausgebaut. Gerd und Inge Schäfer beteiligen sich ebenfalls auch heute noch an den Besuchen und Feierlichkeiten der Jumelage in Riegelsberg.

Seit den 1990er Jahren kümmerten sich dann insbesondere der Löschbezirk Walpershofen ( die Löschbezirksführer Werner Hund, Pascal Altmayer und Manuel Brück) um die Pflege der Partnerschaft nach Gisors. Es fanden mehrere Fahrten, auch außerhalb der offiziellen Treffen an Pfingsten, statt. Zu den Feierlichkeiten zu 100 Jahre Feuerwehr Riegelsberg (1998), 90 Jahre Feuerwehr Walpershofen (2001) und 100 Jahre Feuerwehr Walpershofen (2011) reiste immer eine Französische Delegation unter der Leitung von Daniel Kaelin an. Der Besuch zum 100 jährigen bestehen der Feuerwehr in Walpershofen, war zugleich der letzte Auftritt von Lieutenant Kaelin als aktiver Feuerwehrmann, der mit 63 Jahren im gleichen Jahr in den Ruhestand ging. Mit seiner Frau Yolande pflegt er weiterhin seine Freundschaften und Kontakte nach Riegelsberg und Walpershofen und nahm im letzten Jahr zum 49. Mal an der Jumelage teil.Das diesjährige Treffen ist leider aufgrund der Corona Pandemie ausgefallen. Bürgermeister Klaus Häusle gab aber zu verstehen, daß im nächsten Jahr dieses Treffen nachgeholt wird.

Leider ist die Patenschaft zu den aktiven Feuerwehrkameraden durch den Ruhestand von Lieutenant Kaelin etwas ins stocken geraten. Das System der Feuerwehr in Frankreich ist komplett anders aufgebaut wie bei uns in Deutschland. Die Feuerwehr aus Gisors besteht heute zu großen Teilen nur noch aus Hauptamtlichen Kräften. Die Zahl der Freiwilligen Kameraden ist zurück gegangen. Häufige Wechsel in der Mannschaft der Berufsfeuerwehr, die teilweise auch aus Kameraden der Militärfeuerwehr besteht, erschweren einen Kontinuierlichen Austausch.

Die Freundschaft beider Feuerwehren bleibt aber weiterhin bestehen und wer weiß, vielleicht entwickelt sich auch wieder ein kontinuierlicher Kontakt unter den aktiven Feuerwehrkameraden. In jedem Fall ist dies das Ziel von Lieutenant Kaelin, der selbst mittlerweile 50 Jahre die Freundschaften und Verbindungen nach Riegelsberg nachwievor pflegt.

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Die Feuerwehr Riegelsberg im Wandel der Zeit

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Die Anfänge der Freiwilligen Feuerwehr Riegelsberg- Gründung und die ersten Jahre.- 264 Jahre Brandschutzbemühungen in Walpershofen.

Um die Historie der Freiwilligen Feuerwehr Riegelsberg richtig zu verstehen, muss man sie in den Anfängen mit den Geschehnissen in Riegelsberg (damals mit den noch selbstständigen Gemeinden Güchenbach, Überhofen und Hilschbach) , Walpershofen und auch Köllerbach ( mit den damaligen selbstständigen Gemeinden Engelfangen, Rittenhofen, Sellerbach, Etzenhofen, Herchenbach und Kölln) betrachten, die allesamt auf die gleichen Wurzeln zurück gehen. Der organisierte Brandschutz dieser drei ehemals selbstständigen Gemeinden im Köllertal, hat einen gemeinsamen Ursprung der auf die Zeit um die Jahrhundertwende (ins 20. Jahrhundert) datiert werden kann.

Aber auch davor gab es natürlich schon Brandschutzbemühungen in den jeweiligen Ortschaften. In Walpershofen zeigen Dokumente, die bis bis ins Jahr 1756 zurück gehen, eindrucksvoll diese Bemühungen unserer Vorfahren vor 264 Jahren. Dokumentiert wurde dies durch den damaligen „Rath und Ambtmann“ Christian Lexen, des höchsten Beamten der ehemaligen Grafschaft Saarbrücken. Lexen, der 1756 für den Fürsten und den „Herren Wilhelm Heinrichen“ alle Dörfer der Grafschaft inspizierte und nach dem gleichen Schema auflistete, was es an Einwohnern, Brunnen und Gerätschaften gab. Bemerkenswert ist hier, das im Köllertal, ausschließlich in Walpershofen Brandschutzgeräte beschrieben wurden und in der Bestandsaufnahme Erwähnung fanden. Er notierte folgendes: „Von Feuerinstrumentis sind 2 Leitern fertig und hängen an Peter Diehlen Haus ( Diehle Haus, spätere Unterkunft der Feuerwehr in Walpershofen) unter Dach. Es sind 2 Haacken noch in der Arbeit, welche nächstens ebendahien gehänget werden sollen“. Die Urkunde befindet sich im Saarländischen Landesarchiv im Original.

Vorschriftsmäßig ausgebildete und organisierte Feuerwehren, wie sie heute auch im kleinsten Ort eine Selbstverständlichkeit darstellen, gab es bis zur damaligen Jahrhundertwende aber noch nicht. Es gibt um 1820/30 in allen Ortschaften Aufzeichnungen darüber, das Feuerlöschgeräte, wie Leitern, Haken oder Ledereimer vorgehalten wurden. Von einer vollständigen Ausrüstung für eine Feuerwehr war man aber noch sehr weit entfernt. Es gab aber mit Sicherheit immer schon Männer die sich mit Feuerschutz in ihren Ortsteilen befasst haben. Sonst gäbe es nicht die vielen historischen Aufzeichnungen, Urkunden und Notizen über Gerätschaften und Ausrüstung. 1867 wurde in Riegelsberg die erste Feuerspritze und Schläuche angeschafft, die zunächst in einer Scheune des Unternehmers Wagner untergestellt wurde. Danach wurde im gleichen Jahr der Bau eines eigenen Spritzenhauses beschlossen. Es entstand in der Nähe der Ziegelhütte Groß, (späteres Gelände Neukauf/ Raiffeisenmarkt) zwischen den Ortsteilen Güchenbach, Buchschachen und Riegelsberg. Damals musste noch ein Polizeidiener die Geräte instand halten und für den Schutz der Kostbaren Geräte sorgen. Die Spritze wurde dann im Alarmfall von einem Pferdegespann zur Brandstelle gezogen. Der Pferdebesitzer, der zuerst am Spritzenhaus eintraf, erhielt dann eine Prämie. Im Sommer 1898 wurde schließlich unter Bürgermeister Lukas Speicher die Freiwillige Feuerwehr Riegelsberg, damals noch als Verein, gegründet. Es war die erste Freiwillige Feuerwehr im ehemaligen Bürgermeisterbezirk Sellerbach. Bei der Gründungsversammlung waren 25 Männer aus verschiedenen Ortsteilen zugegen. Sie entschieden sich für die organisatorische Form des Feuerwehrvereins und wählten gemeinsam einen ersten Vorstand. Erster Vorsitzender und späterer Brandmeister (BM) wurde Schreinermeister Mathias Zewe aus Riegelsberg. Er wurde bei benachbarten bestehenden Feuerwehren ausgebildet und später dann zum ersten Brandmeister ernannt.

In der Gemeinde Sellerbach (dem späteren Ortsteil der heute zur Stadt Püttlingen zählenden Gemeinde Köllerbach) wurde zur gleichen Zeit eine Feuerspritze stationiert, die Eigentum von 7 Gemeinden war ( Engelfangen, Rittenhofen, Sellerbach, Etzenhofen, Herchenbach, Kölln und Walpershofen). Um auch die anfallenden Kosten für größere Anschaffungen anteilsmäßig auf die einzelnen Gemeinden aufzuteilen, waren diese sieben Gemeinden im Spritzenverband Kölln zusammengeschlossen. Dieser Spritzenverband, der sich aus Vertretern aller Beteiligten Gemeinden zusammensetzte, beschloss, für die in Sellerbach stationierte Feuerspritze, Transportkosten für die einzelnen Orte zu berechnen. So musste bei einer Anforderung der Feuerspritze, die wie in Riegelsberg noch mit Pferden zum jeweiligen Brandort gezogen wurde, folgende Transportkosten entrichtet werden: Engelfangen neun Mark, Etzenhofen sechs Mark, Herchenbach zwölf Mark, Sellerbach sechs Mark, Rittenhofen neun Mark, Kölln sechs Mark und Walpershofen neun Mark. Gleichzeitig wurde auch festgelegt, dass die Gemeinde Walpershofen für die Unterkunft der Feuerspritze im Schulhaus in Sellerbach keine Miete zahlen musste. Die Dauer des Einsatzes der Feuerspritze spielte keine Rolle bei der Kostenrechnung.

Der Wunsch nach Gründung einer eigenen Feuerwehr wurde auch in Walpershofen immer stärker, nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, daß im Jahr 1905, die zweite Freiwillige Feuerwehr, ebenfalls als Feuerwehrverein, im Bürgermeisterbezirk Sellerbach gegründet wurde. Doch es sollte in Walpershofen noch bis zum 7. April 1911 dauern, bis auch hier eine Freiwillige Feuerwehr gegründet wurde. 14 Walpershofer Männer (Jakob Büch, Wilhelm Diehl, Eduard Huppert, Dietrich Kläs, Fritz Kläs, Georg Melchior, Ludwig Sander, Albert Schampel, Peter Schampel, Wilhelm Schampel, Karl Schmidt, Ludwig Schneider und Fritz Weiland) fanden sich im Gasthaus Rose zur Gründungsversammlung zusammen. Die Leitung des neu gegründeten „Löschzug Walpershofen“ übernahm Brandmeister Wilhelm Schampel (Wirt und Bäckermeister). Schampel leitete die Wehr insgesamt 34 Jahre. Die Gründungsversammlung darf aus heutiger Sicht, ähnlich wie in Riegelsberg und auch Köllerbach, als der entscheidende Schritt nach vorne angesehen werden, der zur Verbesserung des Brandschutzes in allen drei Gemeinden wesentlich beitrug.

Aus den Feuerwehrvereinen in Riegelsberg und Köllerbach ging im Jahre 1907, aufgrund eines Erlasses des Regierungspräsidenten der Rheinprovinz vom 30. November 1906, die Freiwillige Feuerwehr hervor. Der Erlass besagte, dass in allen Städten und Gemeinden, in denen keine durch den Regierungspräsidenten anerkannte Berufs- bzw. Freiwillige Feuerwehr besteht eine Pflichtfeuerwehr zu gründen sei. Da auch der in unseren Gemeinden bestehende Feuerwehrverein vom Regierungspräsidenten nicht als anerkannte Freiwillige Feuerwehr galt, aber die Bereitschaft zum freiwilligen Dienst bestand, kam es 1907 zur Umwandlung des Feuerwehrvereins in die Freiwillige Feuerwehr. Jede Freiwillige Feuerwehr musste anerkannte Satzungen haben. In Riegelsberg setzte sich die Freiwillige Feuerwehr im Jahr 1907 dann aus 4 Offizieren, 4 Abteilungsführern und 29 Mann zusammen. Wegen seiner Verdienste wurde im gleichen Jahr Matthias Zewe zum ersten Oberbrandmeister (OBM) in Riegelsberg befördert. Neben der vorhandenen Feuerspritze und Schläuchen wurden 2 Hydrantenwagen mit jeweils 150 Meter Schlauch, eine fahrbare Leiter (15m) und erste persönliche Ausrüstungsgegenstände (Uniformteile) beschafft. Die 15 Meter lange fahrbare Leiter war so schwer das sie von 15 Mann bedient werden musste. Sie wurde später an die Grube Luisenthal verkauft und 1912 gegen eine leichtere 12m Anhängeleiter ersetzt. Von 1908 bis 1914 gab es innerhalb der Feuerwehr Riegelsberg auch eine Feuerwehrkapelle, die bei besonderen Anlässen der Feuerwehr auftrat. Am 1.6.1913 wurde das erste Feuerwehrgerätehaus in Riegelsberg, nach nur einjähriger Bauzeit, eingeweiht. Mit Beginn des ersten Weltkrieges blieb auch die Freiwillige Feuerwehr von Einberufungen nicht verschont. Nahezu alle Wehrfähigen Feuerwehrleute wurden einberufen. So kam es, dass im Jahr 1914 ein ordnungsgemäßer Brandschutz auf freiwilliger Basis nicht mehr gewährleistet war, denn es fehlte an Männern, die den Dienst freiwillig verrichteten. Die Folge war, dass zum 1.April 1914 Pflichtfeuerwehren gegründet werden musste. Sowohl in Riegelsberg, Köllerbach und Walpershofen wurden folglich Pflichtfeuerwehren einberufen. Zum Dienst in der Pflichtfeuerwehr war jeder männliche Einwohner im Alter zwischen 18 und 50 Jahren verpflichtet, sofern er nicht körperliche oder geistige Gebrechen hatte. Darüber hinaus musste jedes Mitglied der Pflichtfeuerwehr eine ihm zugeteilte leitende Position für mindestens fünf Jahre übernehmen. Befreit vom Dienst in der Pflichtfeuerwehr waren außer den Kranken auch Reichs- und Staatsbeamte, Militärpersonen, Geistliche, Kirchendiener, Lehrer und Schüler, Ärzte, Apotheker, Krankenpfleger sowie Tierärzte. Mitglieder der Pflichtfeuerwehr, die den Übungsdienst ohne dringenden Grund (z. B. Krankheit oder Schichtarbeit) versäumten oder im Falle eines Brandes die Hilfeleistung versagten, wurden mit einer Geldstrafe bis zu 60 Mark, an die im Ersatzfall eine entsprechende Haftstrafe trat, bestraft.Nach Ende des Krieges beklagte man in Riegelsberg 6 gefallene Feuerwehrkameraden, in Walpershofen waren 4 Kameraden gefallen. Die Verhältnisse begannen sich langsam wieder etwas zu normalisieren, womit auch das Ende der Pflichtfeuerwehren gekommen war. Ab 1919 wurden die Feuerwehren dann wieder als Freiwillige Feuerwehren geführt. In den Kriegsjahren wurden übrigens in Riegelsberg die Lebensmittel zur Verteilung an die Einzelhändler im Gerätehaus untergebracht.

Am 18.4.1920, trat Oberbrandmeister Mathias Zewe, aufgrund seines hohen Alters in die Altersabteilung ein. Sein Nachfolger wurde Peter Groß. Karl Scherer wurde als Stellvertreter von Peter Groß gewählt. 1922 waren die Anmeldungen zur Wehr so stark, daß nicht alle berücksichtigt werden konnten. Die Feuerwehr wurde in 2 Löschzüge mit jeweils 30 Mann aufgeteilt. Der Löschzug 1 umfasste die Wehrmänner von Riegelsberg, Buchschachen und Überhofen bis Depot Güchenbach, unter der Leitung des Brandmeister Johann Koster. Der Löschzug 2 bestand aus den Wehrmännern aus Güchenbach und Hilschbach, unter der Leitung von Oberbrandmeister Karl Scherer. 1928 wurde die erste Sirene, auf dem Dach des Rathaus, installiert. Über diese konnte künftig die Feuerwehr Riegelsberg alarmiert werden. Vorher lief die Alarmierung noch über Signalhorn und Trompete. Nach dem Tode von OBM Peter Groß wurde im Juli 1931 OBM Johann Nalbach zum Wehrführer gewählt. Er machte sich für einen weiteren Aufbau der Wehr sehr stark.

In Walpershofen war die Ausrüstung nach der Gründung 1911 noch sehr dürftig. Es gab einen Hydranten und Schlauchwagen mit ca. 80-100 Meter ungummierten Hanfschläuchen, einige Ledereimer, eine alte tragbare Leiter sowie verschiedene Feuerhacken. 1912 wurde ein Leiterwagen mit einer Ausziehleiter und Stützen und 2 Hakenleitern beschafft. Da noch keine eigene Feuerspritze vorhanden war, musste man nachwievor die Spritze aus Sellerbach anfordern oder mit dem Wasserdruck, der 1910 in Walpershofen verlegten Wasserleitung, der Hydranten arbeiten. Einheitliche Uniformen und Helme konnten erst nach dem ersten Weltkrieg beschafft werden. Auch in Walpershofen musste während des ersten Weltkrieges eine Pflichtfeuerwehr einberufen werden. Erwähnenswert ist es übrigens, daß im 1. Weltkrieg Feuerwehrhelme an die Militärverwaltung verkauft und die ledernen Feuereimer für Schuhreparaturen in Anspruch genommen werden durften, soweit der Feuerschutz nicht im Mitleidenschaft gezogen wurde. In Ermangelung eines fehlenden Gerätehauses in Walpershofen, mussten die Feuerwehrgeräte bei Privatpersonen untergebracht werden. Dies hatte auch zur Folge, das nach dem Krieg etliches an Ausrüstung leider nicht mehr vorhanden war.

Nach Jahrelanger Verselbstständigung der Freiwilligen Feuerwehren der Bürgermeisterei Sellerbach erfolgte 1935 dann die Eingliederung in einen größeren Verband. Am 25.8.1935 wurde eine neue Satzung der Feuerwehr des Amtsbezirks Sellerbach erlassen, der zufolge die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinden Köllerbach, Riegelsberg und Walpershofen in einer großen Amtsfeuerwehr zusammengefasst wurden. So entstand ein Schlagkräftiger Verband von Wehrmännern aus dem unteren Köllertal, der in sechs Löschzüge eingeteilt wurde ( Köllerbach 1 und 2, Herchenbach 3, Walpershofen 4, Riegelsberg 5 und 6).

Damals wie heute, arbeiten wir stets nach unserem Wahlspruch:

Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!

Die Feuerwehr Riegelsberg im Wandel der Zeit

Immer Mittwochs wollen wir Ihnen gerne ein paar Einblicke geben auf Fotos aus unserem Foto Archiv.

Wir wollen Ihnen so, unsere Historie und die Veränderungen bei der Feuerwehr Riegelsberg, im Laufe der Zeit etwas erläutern.

Die Feuerwehrgerätehäuser

In den Anfangsjahren der Freiwilligen Feuerwehr Riegelsberg war nicht nur die Ausrüstung sehr dürftig, es fehlte auch an einer Unterkunft. Sowohl in Riegelsberg wie auch in Walpershofen waren etliche Feuewehrgeräte in den Amtshäusern oder auch bei Feuerwehrangehörigen zuhause eingelagert. Zusätzlich angeschaffte Geräte wurden aufgrund der Größe von Riegelsberg auch in Überhofen und in Pflugscheid bei Feuerwehrangehörigen eingelagert und vorgehalten. In Riegelsberg musste man knapp 15 Jahre sich so behelfen.

In Walpershofen war die Lage sogar noch dramatischer. Insgesamt 40 Jahre musste die Feuerwehr auf eine eigene Unterkunft warten. 1911 – 1919 standen in Walpershofen die Geräte in der Bäckerei und Gastwirtschaft Schampel und bis 1936 bei einem Kameraden in der Herchenbacher Straße. 1936 wurde die Scheune von „Alt Diehle Haus“ genutzt. Der dortige Rübenkeller wurde als Umkleide und Lager für die Uniformen genutzt. In den Kriegsjahren versammelten sich hier auch die Luftschutzhelfer und die HJ Feuerwehr. Oft saß man Stundenlang in besagten Rübenkeller auf alten Holzbänken in Bereitschaft, berichteten ehemalige Feuerwehrangehörige. Auch die Geräte und Uniformen waren oft in einem schrecklichen Zustand. In dem Landwirtschaftlich genutzten Gebäude entstand viel Staub, so daß vor einer Übung oder einem Einsatz zuerst der gröbste Staub musste entfernt werden.

In Riegelsberg gab es zu dieser Zeit schon ein eigenes Gerätehaus. Das Gerätehaus befand sich in der Nähe vom Marktplatz. Bürgermeister Julius Langer, damaliger „Chef der Wehr“, bemühte sich sehr stark um die Sicherheit seiner Bürger. Er baute die Feuerwehr immer weiter aus und stellte die Weichen, bereits kurz nach seiner Amtsübernahme 1909, für den Bau eines Feuerwehrgerätehaus. 1912 begannen dann die Arbeiten für das 1. Feuerwehrgerätehaus in Riegelsberg. Am 1. Juni 1913 wurde das neue Gerätehaus, im Rahmen des 7. Verbandstages der Feuerwehren des Kreis Saarbrücken, feierlich eingeweiht. Standort war hinter der ehemaligen Schule in der Saarbrücker Straße, Richtung Marienstraße, etwa in Höhe des heutigen NKD Markt. Bereits einige Jahre später war das gebaute Gerätehaus schon sehr beengt für den immer größeren Mannschaftsbestand und die neuen Ausrüstungen und ersten Fahrzeuge.

1972 begannen in Riegelsberg schließlich die Bauarbeiten für ein neues großes Gerätehaus. Bereits ein Jahr später, im Jahr 1973, konnte es seiner Bestimmung übergeben werden. Neuer Standort der Feuerwehr wurde ab diesem Zeitpunkt dann die Alleestraße. Das 1973 fertiggestellte Gerätehaus wurde vorausschauend geplant. Es wurden genügend Stellplätze für große Feuerwehr Fahrzeuge geplant. Es beherbergt die heutigen 6 Einsatzfahrzeuge des Löschbezirk Riegelsberg. Neben den Fahrzeughallen gibt es eine Atemschutzgerätewerkstatt (1988 eingerichtet), ein Büro und einen Schulungs- bzw. Aufenthaltsraum. Eine Schlauchwäsche samt Schlauchturm wurde ebenfalls eingerichtet. Im Jahr 1982 wurde das Gerätehaus renoviert. Es wurden eine Küche sowie ein Grillplatz, in Eigenleistung ergänzt. Auch eine kleine Kleiderkammer für beide Löschbezirke wurde eingerichtet. Alle Arbeiten zur Wartung bzw. Instandsetzung der Geräte werden von der Feuerwehr selbst im Gerätehaus durchgeführt. Die 6 Fahrzeugstellplätze sind mit einer Ladeerhaltung für die Fahrzeugbatterien und Druckluftversorgung für die Bremsanlagen ausgestattet. Im Feuerwehrgerätehaus Riegelsberg befindet sich auch eine Wohnung, die von einem Feuerwehrangehörigen bewohnt wird. 2011 wurde das Gerätehaus durch einen großzügig geplanten Anbau ergänzt. In diesem befinden sich nun die getrennten Umkleiden, weitere Sanitär und Sozialräume, die Werkstatt mit einem kleinen Lager und der Funkraum. Mit diesem Anbau wurde der Löschbezirk Riegelsberg für die Zukunft Fit gemacht.

In Walpershofen wurde 1949 vom Gemeinderat der Bau eines Gerätehauses beschlossen und am heutigen Standort, am 14.10.1951, der Feuerwehr übergeben. Auch in Walpershofen wurde im Gerätehaus eine Wohnung geplant. Diese konnte aber erst, aus finanziellen Gründen, 1955 fertig gestellt und bezogen werden. Die Fahrzeughalle ( heutiger Schulungsraum) wurde schnell zu einem Problem. Das 1965 angeschaffte LF 16 war zu groß für die bisherige Garage. Noch im gleichen Jahr wurde eine große LKW Garage an das bestehende Gerätehaus, angrenzend an die Scheune Ackermann, angebaut. Ende der 1970er Jahre konnte dann die alte Garage als Schulungsraum umgebaut werden. Vorher wurde diese Garage vom Bauhof Walpershofen noch als Unterstand für ihren Unimog genutzt. Die Feuerwehrangehörigen saßen nach der Übung oder einem Einsatz auf den Trittbrettern des LF 16 oder auf dem Boden. Dies änderte sich dann zufriedenstellend nach dem Umbau. 1985 konnte eine Toilettenanlage eingebaut werden. Da 1987, aufgrund der großen Personalstärke des Löschbezirks, ein zweites Fahrzeug (TSF) stationiert wurde, musste eine weitere, diesmal aber als freistehende Fertiggarage gebaut werden. 1988 wurde wiederum aufwendig renoviert. Neue Fenster wurden eingebaut, der Schulungsraum wurde neu gestaltet und im ehemaligen Schlauchturm entstand eine Küche. 1995 wurde im Keller ein Jugendraum geschaffen. Im Jahr 2000 wurde eine Erdgasheizung installiert und die Fassade mit Isolierputz ausgestattet. 2003 entstand in der ehemaligen Wohnung ein neuer Jugendraum mit Umkleide und ein Büro. 2004 wurde der Boden der Fahrzeughalle erneuert und neue Umkleideschränke angeschafft. Ebenfalls wurde das Dach neu gedeckt. 2005 wurde der Dachboden ausgebaut und im Keller entstand im ehemaligen Jugendraum eine Werkstatt für den Gerätewart. 2009 wurde in dem Büro zusätzlich ein Funkraum eingerichtet. 2011 folgte der Umbau getrennter Sanitärer Anlagen. Mit der Anschaffung des GW Logistik wurde 2012 mit dem Bau einer großen LKW Garage mit Lager, am ehemaligen Standort der Fertiggarage, durch den Bauhof begonnen. 2013 konnte die Garage schließlich fertiggestellt werden. Seit 2014 steht dort ein HLF 20, der GW Logistik mit den Wechselrollcontainer, steht in der Garage im Hauptgebäude. In den letzten 69 Jahren war das Gerätehaus in Walpershofen fast immer eine Baustelle. Trotz der vielen Umbauten ist das Gerätehaus in Walpershofen nicht mehr zeitgemäß. Das Gebäude wurde ursprünglich als Wohnhaus mit Garage geplant. Dies stellte die Feuerwehr bei etwaigen umbauten, die alle übrigens in Eigenregie liefen, oft vor große Probleme. Aber die Feuerwehr wusste sich stets immer irgendwie zu helfen.

Damals wie heute, arbeiten wir stets nach unserem Wahlspruch:

Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!

Person in Notlage

Lage:

Eine Person war einen Hang (ca. 15m) abgestürzt. Die Verunfallte Person lag im Bachlauf der Köllerbach. Anwohner hörten die Hilfeschreie und alarmierten umgehend die Rettungskräfte. Ein Ersthelfer begab sich zum Verletzten und betreute die Person.

Maßnahmen:

Die Einsatzstelle wurde umfangreich ausgeleuchtet. Zwei Trupps stiegen an Leinen zu der Person herab. Der Verunfallte wurde mittels Schleifkorbtrage gerettet und an den Rettungsdienst übergeben. Der Ersthelfer konnte sich aus eigener Kraft wieder nach oben begeben. Der Verunfallte wurde anschließend mit einem RTW in eine Klinik gefahren. Der Ersthelfer wurde vom Rettungsdienst ebenfalls betreut, konnte aber schließlich unverletzt nach Hause entlassen werden.Das schnelle und beherzte Eingreifen der Anwohner verhinderte hier wahrscheinlich schlimmeres.

Die Feuerwehr Riegelsberg im Wandel der Zeit

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Die Feuerwehr vor – und während des 2. Weltkrieges

Die Feuerwehren waren immer schon wichtiger Teil der örtlichen Infrastruktur und des Vereinslebens. Auch sie wurden, nach der Machtergreifung Hitlers, ab 1935 immer mehr organisatorisch auf Krieg vorbereitet. 1936 wurden letztendlich die bis dahin bestehenden Feuerwehr Vereine überall aufgelöst und zu einer Amtsfeuerwehr zusammengeführt. Die Feuerwehr wurde von nun an mit dem offiziellen Namen Feuerschutzpolizei bezeichnet. Die Fahrzeuge, die von der Regierung zugeteilt wurden, trugen Polizei Kennzeichen und waren meist auch in grün lackiert. In der Folge bedeutete dies für die Feuerwehren aus Riegelsberg und Walpershofen, organisatorisch betrachtet, gehörten sie nun zur Amtsfeuerwehr der Bürgermeisterei Sellerbach (Köllerbach).Antsbürgermeister Fritz Wüsten wurde der Chef der Feuerwehr und gleichzeitig auch Luftschutzleiter im Amt Sellerbach.

Die Amtsfeuerwehr wurde in die Löschzüge 1 und 2 Köllerbach, 3 Herchenbach, 4 Walpershofen sowie 5 und 6 Riegelsberg gegliedert. Amtswehrführer in dieser Zeit war bis zu seinem Tod 1937, Fritz Schahn (Köllerbach). In der Folge übernahm Georg Serf (Köllerbach) die Führung der Amtsfeuerwehr bis zum erreichen der Altersgrenze im selben Jahr. Auf Vorschlag des neuen Amtsbürgermeisters Dr. Ernst Christmann, wurde Bezirksschornsteinfegermeister Alois Neuhaus als Amtswehrführer ernannt. Ihm folgte dann 1944 Alois Klein (Riegelsberg).

1937 bekam Riegelsberg sein erstes Löschfahrzeug. Ein LF 8 von Magirus mit 800 Liter starker Pumpe. Das Fahrzeug wurde später im Krieg der Einsatzbereitschaft Saarbrücken mit 11 weiteren Fahrzeugen zugeteilt. Es wurde überregional in der Kriegzeit eingesetzt. 1943 ging dieses Fahrzeug dann nach Köllerbach, Riegelsberg erhielt von der Regierung ein größeres LF 15 ( mit 1500 Liter leistnder Pumpe) und Walpershofen einen Tragkraftspritzenanhänger samt Leistungsstarker Pumpe (800 Liter). Im gleichen Jahr wurde in Walpershofen auch eine Sirene installiert. In Köllerbach und Riegelsberg waren bereits Sirenen auf den Amtsgebäuden vorhanden.

Am 1. September 1939 begann dann schließlich der zweite Weltkrieg. Hitler erklärte Polen den Krieg und begann mit einem großen Angriff auf unser Osteuropäisches Nachbarland somit den 2. Weltkrieg. Auch etliche Riegelsberger und Walpershofer wurden noch am gleichen Tag zum Kriegsdienst in der Wehrmacht einberufen. Etliche folgten ihnen in den nächsten Wochen und Monaten. Darunter auch sehr viele Feuerwehrangehörige. Sehr viele sollten nie wieder zurück kehren.

Bereits Monate zuvor begannen auch in Riegelsberg und Walpershofen bereits die taktischen Vorbereitungen zum Krieg. Es wurden mehrere Personen, darunter auch Jugendliche teilweise sogar Kinder, als Luftschutzhelfer in den Ortsteilen ausgebildet. Weibliche Jugendliche wurden vornehmlich im Sanitätsdienst ausgebildet und etliche männliche Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren ( später sogar noch jünger) in der sogenannten HJ – Feuerwehr „rekrutiert“ . Man wollte hierbei sicherstellen, daß wenn der Krieg ausgebrochen ist und alle Erwachsenen Männer im Krieg auf den Schlachtfeldern kämpften, das im Ort sowohl der Luftschutz, Sanitätsdienst und auch der Brandschutz weiterhin sichergestellt waren. Im gesamten Köllertal wurden mehrere hundert Luftschutzhelfer und über 700, ausschließlich männliche, HJ- Feuerwehr Jugendliche ausgebildet. Etliche von ihnen wurden zum Ende des Krieges ebenfalls in die Wehrmacht einberufen.

Die Luftschutzübungen begannen bereits im Frühjahr 1939, meist auf den Schulhöfen der Schulhäuser. Bereits 5 jährige Kinder lernten dort den Umgang mit der sogenannten Volksgasmaske und den richtigen Einsatz mit Feuerpatsche und Sandeimer. Die Keller der Schulhäuser wurden als Schutzräume für Bombenangriffe ausgewiesen. Später entstanden in beiden Ortsteilen aber auch noch weitere Schutzräume oder Behelfsschutzräume in Kellern von größeren Gebäuden. Auf private Initiative der Bevölkerung, wurden auch etliche Schutzstollen extra gegraben und eingerichtet. Im weiteren Kriegsverlauf sind auch immer mehr Kellerräume in Wohnhäusern provisorisch zu Luftschutzräumen ausgebaut worden. In Walpershofen mussten die Luftschutzhelfer bis zum Bau der ersten Sirene (1943) auf dem Dach des Schulhauses in der Herchenbacher Straße, entweder mit Signalhorn oder mit Handsirene die Bevölkerung warnen. So wurde übrigens die Feuerwehr bis zur Sirenenalarmierung immer alarmiert. Die Feuerwehr hatte sogar mehrere eigene Hornisten in ihren Reihen, die mit ihrem Signalhörnern Alarm schlugen wenn die Feuerwehr gebraucht wurde. Für uns heute unvorstellbar.

Die HJ – Feuerwehr wurde an den Leitern und den Feuerspritzen ausgebildet. Die Jugendlichen wurden so bereits langsam auf Befehl und Gehorchen erzogen. Sie sicherten in den Kriegsjahren im Köllertal dann den Brandschutz. Später, als sie alt genug waren, wurden auch sie meist zum Kriegsdienst herangezogen.

Am 16.7.1944 gab es irrtümlich einen großen Bombenangriff auf den Stumpen und Walpershofen. Die Jagdbomber dachten, sie wären bereits über Saarbrücken und warfen knapp 200 Bomben auf den Stumpen und hauptsächlich über Walpershofen (am Fuße des Kurzenberg) ab. Drei Wohnhäuser in der Kirchstraße (heute Rotenbergstraße) und Kurzenbergstraße wurden hierbei erheblich durch Einschläge beschädigt. Wie durch ein Wunder wurde niemand getötet bei diesem Angriff. Drei Feuerwehrleute zogen sich aber Blessuren bei diesem Einsatz zu.

Für die Feuerwehr und insbesondere für die Jugendlichen keine einfachen Jahre. Etliche ihrer Freunde und Kameraden kamen im Krieg ums Leben. Nach dem Krieg musste sich die Feuerwehr erst einmal wieder neu organisieren.

Damals wie heute, arbeiten wir stets nach unserem Wahlspruch:

Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!